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Ortsbeirat Neustadt

Ortsbeirat Neustadt

Bericht zur Sondersitzung Ortsbeirat Neustadt am 17.8.2010

 

Datum:

17.08.2010

Zeit: 17:30

Raum:

Landeshauptstadt Dresden, im Ortsamt Neustadt, Bürgersaal,
Hoyerswerdaer Straße 3, 01099 Dresden

Bezeichnung:

11. Sitzung des Ortsbeirates Neustadt

 Tagesordnung und Bericht

1.1 

Erhalt und Entwicklung eines strukturreichen Altbaumbestandes auf dem Gebiet der Landeshauptstadt Dresden   

0205/10 

  

Bericht: Erhalt und Entwicklung eines strukturreichen Altbaumbestandes auf dem Gebiet der Landeshauptstadt Dresden 

Da der sächsische Landtag im Herbst voraussichtlich die Gehölzschutzsatzung und damit das Instrument der Kommunen zum Schutz ihres (Alt)Baumbestandes abschafft, schlägt die grüne Fraktion im Stadtrat mit diesem Antrag Alternativen für einen möglichst umfangreichen Erhalt des Altbaumbestandes und dessen Entwicklung vor.  Das Amt für Stadtgrün und Abfallwirtschaft schickte statt eines Vertreters nur eine schriftliche Stellungnahme, in der das Anliegen grundsätzlich befürwortet wird, allerdings die Umsetzung an einigen Punkten infrage gestellt wird, da mit der Gehölzschutzsatzung voraussichtlich auch notwendige finanzielle Mittel wegfallen werden, mit denen laut Antrag privaten Baumbesitzern bspw. ein Anreiz geschaffen werden kann, alte Bäume zu erhalten. Zudem sei für umfassende Kontrollen nicht genügend Personal vorhanden. Die angeblich einmal jährlich erfolgende Mitteilung aller Baumfällungen im Stadtgebiet versprach Ortsamtsleiter Barth zu überprüfen. Ein Baumkataster für das städtische Eigentum an Bäumen existiere bereits, müsse für eine Veröffentlichung allerdings noch aufbereitet werden. Johannes Lichdi forderte, dass der verantwortungsvolle Umgang der Stadt mit ihrem Baumbestand nach dem Wegfall der Gehölzschutzsatzung umso stärker Vorbild für private Baumbesitzer sein müsse.

Punktweise Abstimmung des Antrags wurde von Herrn Thiele (CDU) beantragt, alle Punkte erreichten dennoch eine Mehrheit (CDU/FDP stimmten gegen 1,4,7,8)

1.2 

Drohender Grundschulnotstand in Dresden 

A0191/10 

Bericht: Drohender Grundschulnotstand in Dresden (Antrag Linke)

Gegenstand dieses Antrages  war die Situation der Schulen im Hinblick auf drohende Kapazitätsprobleme zu untersuchen.  Außerdem soll dieser Antrag die Stadtverwaltung zum raschen Handeln auffordern: Der zu beschließender Doppelhaushalt für die nächsten Jahre muss demnach Investitionen vorbereiten, welche die Probleme der kommenden Jahre lösen. Besonders im Ortsamtsbereich Neustadt erscheint die Lage kritisch.

Elternvertreter im Ortsbeirat berichteten über bereits jetzt unhaltbare Lernbedingungen  an der 15. Grundschule die sich in den nächsten Jahren mit den rasant steigenden Schülerzahlen noch verstärken werden. Sollte die Grundschule eine weitere Klasse pro Klassenstufe aufnehmen müssen, drohen katastrophale Zustände. Diese werden wohl an der 30. Grundschule/Mittelschule bereits im nächsten Schuljahr Realität.  Es ist sehr wahrscheinlich, dass bereits dann viele Schüler in Notcontainern (mobilen Raumeinheiten)  lernen müssen, da die Schule dann noch einen Klassenzug mehr als jetzt aufnehmen muß. Das Schulverwaltungsamt hält diese Container  offensichtlich für ein probates Mittel um kostensparend den Geburtenanstieg im Schulbereich zu meistern.  Frau Nikolov (CDU) konnte den mobilen Raumeinheiten in der anschließenden Aussprache sogar „richtigen Charm“  abgewinnen. Den Ortsbeiräten der CDU war denn auch der Antrag unnötig, da die Stadtverwaltung das Problem im Griff habe.  Die Zahlen jedoch zeigen: Wir stolpern direkt in den Schulnotstand hinein.  Denn eine neue Schule baut man nicht in einem Jahr. Den Ortsbeiräten von Grünen, Linken und PDS ist klar,  dass hier rasches Handeln erforderlich ist. Die Vorstellung von überfüllten Schulen, zu kleine Speisesälen, mit Notcontainern zugestellten Schulhöfen langen Schulwegen quer  durch den dicht befahrenen Stadtteil oder Freiflächen im Schulgelände verdeutlichen das dieses Szenario keinem Schüler und den Eltern zu wünschen ist.  Solche Politik sollte nicht Schule machen. Was ist die Alternative? Jens Matthis (Stadtrat für Die Linke) beschrieb die Situation so:  In den Jahren seit deer Wende wurden in Dresden insgesamt  über 60 Schulen geschlossen; Einige davon sehenden  Auges mitten im Geburtenboom.  Diese zu revitalisieren ist fast schon zu spät. Denn auch dies braucht im verschlafenen Dresden viele Monate wenn nicht Jahre von der Genehmigung bis zur Umsetzung. Auch die vor Jahren beschlossenen 65 Millionen Investitionen/Jahr  entpuppen sich als leeres Versprechen seit der Wirtschaftskrise. Umso dringender ist, ein Handeln der Stadtverwaltung einzufordern. Der Antrag wurde punktweise abgestimmt, nachdem zuvor ein Ergänzungsantrag vom Bürgerbündnis eingebracht wurde, nach den Anmeldungen für die Schülerzahlen im nächsten Jahr im Sinne  des Antrags sofort tätig zu werden. Der Antrag erhielt in allen Punkten die erforderliche Mehrheit bei Gegenstimmen von CDU und FDP.  Die Bündnisgrünen Ortsbeiräte enthielten sich im Punkt drei: Ein eigener weiterführender Antrag der Grünen Stadtratsfraktion ist bereits hierzu im Geschäftsgang. (Unsere Stadtratsfraktion hat im Juni einen Antrag in den Geschäftsgang gebracht, die Oberbürgermeisterin zu verpflichten, bis zum 30.9.  dem Stadtrat detailliertes und belastbares Datenmaterial vorzulegen der für alle Schularten für die Jahre 2010 bis 2025 den Bedarf die Schülerzahlen ersichtlich macht und dies in Abgleich mit den Zahlen des Eigenbetriebs Kindertagesstätten (Bedarf Hortplätze) und der Sächsischen Bildungsagentur. Dazu ist jeweils die Anzahl der Schüler in den jeweiligen Klassenstufen in den verschiedenen Schularten (bei Grundschulen und Mittelschulen auf Ortsamtsebene) pro Schuljahr zu quantifizieren,
Zudem sollen für alle Schularten die vorhandenen Kapazitäten und derzeit absehbare Veränderungen an den Kapazitäten dargestellt werden (bei Grundschulen und Mittelschulen auf Ortsamtsebene), unter Einbeziehung der Schulleiter und Darlegung der Berechnungsgrundlage.
Mögliche Maßnahmen zur Bedarfsabdeckung quantitativ und qualitativ sollen  unter Einbeziehung der Schulleiter/des Schulleiterbeirates und der Bildungsagentur zu erarbeiten.)

 

1.3 

Vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 655, Dresden-Neustadt, Einkaufszentrum und Bürgerhaus am Albertplatz
hier: 1. Aufstellungsbeschluss vorhabenbezogener Bebauungsplan 2. Grenzen des vorhabenbezogenen Bebauungsplans 3. Billigung des Entwurfs zumvorhabenbzognen Bebauungsplan
4. Billigung der Begründung zum vorhabenbezogenen Bebauungsplan-Entwurf
5. Durchführung des Beteiligungsverfahrens zum vorhabenbezogenen Bebauungsplan-
Entwurf 

V0697/10 

Bericht : Vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 655, Dresden-Neustadt, Einkaufszentrum und Bürgerhaus am Albertplatz

Eines vorweg: Grundzüge der spannenden Diskussion sind nachzulesen unter Twitter.de/neustadtgruene. Der Antrag auf Erstellung eines Bebauungsplanes für ein 7000 qm großes Einzelhandelsgelände im Bereich des Alberthochhauses mit gleichzeitiger Sanierung des Hochhauses wurde klar und deutlich abgelehnt.  Die Sitzung im Ortsbeirat zeigt, dass die Ortsbeiräte sich intensiv und langwierig mit der Situation auseinandergesetzt haben, und dennoch mehrheitlich das Projekt in dieser Form ablehnen. Leider hat das Votum diesbezüglich nur Symbolcharakter und wird durch die Ausschüsse im Stadtrat bestenfalls zu Kenntnis genommen.  Im Bauausschuss wurde danach bereits einer Aufstellung und Offenlage des Bebauungsplanes zugestimmt. Die grünen Mitglieder  erreichten jedoch, dass  der Stadtrat sich nochmals mit dem Thema beschäftigen muss.

Für unsere Ortsbeiräte verdeutlichten Johannes Lichdi , Valentin Lippmann und Anna Catarina Müller die Bedenken:

Die Größe des Baukörpers, die Größe der Einzelhandelsflächen und der damit verbundene induzierte Verkehr sind  die Hauptpunkte. Die anwesenden Damen und Herren Architekten Gutachter und das Stadtplanungsamt bemühten sich redlich, die Bedenken zu zerstreuen. Allein die offenen Fragen blieben:  Warum lag den Stadträten kein Gutachten vor. Stattdessen war nur ein Exzerpt eines noch unveröffentlichten Gutachtens der Firma Lademann und Partner  den Ortsbeiräten als Tischvorlage beigegeben.  Die ohnehin komplizierte Materie ohne vorheriges Studium  des Gutachtens  zu verstehen, und die Aussagen der Stadtverwaltung, der planenden Architekten und  der  DresdenBau zu hinterfragen, war schlichtweg unmöglich. 

Wird durch den Bau des Großmarkes soviel Verkehr induziert, das damit ein 4spuriger Ausbau  gerechtfertigt werden kann?   Es konnten keine genauen Aussagen getroffen werden, da nur der Verkehr der Spitzenstunde gemessen wurde.  Lichdi schätzt die Zusatzbelastung auf  2000-3000 Fahrzeuge täglich. Die Schätzungen konnten nicht widerlegt werden. 

Welche Auswirkungen hat der Großmarkt auf die  umliegende Einzelhandelsstruktur? Valentin Lippmann hat das Exzerpt analysiert und stellt zu Recht die Frage warum das Untersuchungsgebiet von Pieschen bis Klotzsche reicht. Was für uns für eine Beurteilung viel zu groß gewählt ist, war für die Gutachterfirma noch zu klein. Fakt ist: die Auswirkungen auf den Einzelhandel wurden auf Basis des Gebietes berechnet, und von Lademann  und Partner in allen Fällen als geringer denn 10% gekennzeichnet. Wie gesagt von Pieschen bis Klotzsche. Dass der Einzelhandel in Pieschen und Klotzsche  dabei weit weniger gefährdet ist,  als der in unmittelbarer Umgebung lässt sich ausdenken.  Konkrete Aussagen lassen sich aus dem Exzerpt dazu nicht ableiten.

Anna Caterina Müller kritisiert die  Kubatur des  geplanten Gebäudes,  ein Klotz umrandet von Bäumchen ohne wirkliche Aufenthaltsqualität und gleichzeitig Bremse für Frischluft  im Geviert der  ohnehin schon durch Hauptstraßen belasteten Luft.

Kritik kam auch von der SPD durch Herrn Meyer und vor allem Frank Wießner. Dieser  machte glaubhaft deutlich, dass eine wirtschaftliche Sanierung des Hochhauses auch ohne “Nebengebäude“ Großmarkt möglich sein müsste. Frau Töberich ( DresdenBau )  konterte, die Ortsbeiräte hätten kein Wissen über  Bauzustand und Sanierung/ Erschließungskosten sowie die Kosten für den Kauf der Fläche.  Damit hatte Sie nicht ganz unrecht:  Den Ortsbeiräte fehlte darüberhinaus auf Grund der fehlenden Gutachten und der so kurzfristig anberaumten Sondersitzung mit den neuen Fakten  und einem als Tischvorlage ausgereichten Exzerpt die Möglichkeit eine verantwortungsvolle Entscheidung zu treffen. Meyer (SPD) brachte es auf den Punkt: Vor diesem Hintergrund ist der Ortsbeirat gezwungen, dass Vorhaben abzulehnen. Eine Vertagung wurde als nicht sinnvoll erachtet, da dann das ohnehin leider nur symbolische Votum des Ortsbeirates in der schnellen Gremienfolge nicht einmal zur Kenntnis genommen wird. Zu erwähnen bleibt, dass die Beiräte von CDU und FDP dem Vorhaben zustimmten, die Bürgerfraktion sich immerhin enthielt. Abgelehnt wurde es mit den Stimmen von Grünen, SPD und Linken.

Nach den drei großen Sitzungspunkten  kam das große Gehen, der bis dato gut gefüllte Saal leerte sich. Wann so stellt sich die Frage bei den vorangegangenen Themen gibt es einen größeren Saal?

Nach einigen Anfragen z.B. zur derzeitigen Oberflächensanierung der Stauffenbergallee war die Sondersitzung beendet.

 

 

Tagesordnung zur OBR-Sitzung am 23.6.2010

Öffentlicher Teil:  

Information zu Stand und Entwicklung von weiteren Projekten
Teilnahme: Herr Kaiser, Projektentw.-Immobilien GmbH 

  

  

Anträge und Vorlagen zur Beratung und Berichterstattung an die Gremien des Stadtrates 

  

  

2.1 

Fahrradfreundliche Innenstadt Dresden - Radverkehrskonzept 26er Ring
18:30 Uhr 

V0277/09 

  

2.2 

Hafencity - Modellprojekt CO2-neutraler Stadtteil
19:15 Uhr 

A0163/10 

  

Vorlagen zur Information an den Ortsbeirat
19:45 

  

  

Informationen, Hinweise und Anfragen 

  

  

Bericht zur Sitzung des Ortsbeirates vom 8.6.2010

Antrag Turnhalle Dreikönigsturnhalle

Von uns mit Spannung erwartet wurde das Ergebnis der Abstimmung über den von unserem  Stadtrat Torsten Schulze eingebrachten Antrag zum sofortigen  Bau der Sporthalle bei  ersatzlosem Wegfall der Interimsparkplatze  am Standort Alaunstraße. Es zeigte sich deutlich, dass mittlerweile alle Fraktionen  im Ortsbeirat das Thema Schulen als außergewöhnlich wichtig empfanden, und dem raschen Neubau der Turnhalle hohe Priorität zumaßen. Dies war nicht immer so.  Jahrelang hatte es zudem zwischen den beteiligten Ämtern Unstimmigkeiten über die Ausrichtung  (straßenbündig oder zurückgesetzt) der Turnhalle gegeben, die eine zügige Planung verhinderten (Bei der Vorstellung der Vorplanung operierten beide Ämter in ihren Ausführungen wiederum mit sehr verschiedenen Kostenzahlen, was den Eindruck mangelnder Abstimmung  bei allen Beteiligten der Sitzung verstärkte).

Im Weiteren führte auch das bisherige Wunschdenken der Dresdner Autofahrerparteien, am Standort  eine Tiefgarage oder eine aufgeständerte Sporthalle mit darunterliegendem Parkdeck zu errichten, zur Verzögerung der Planung. Der aufgeständerten Version wie auch der Frage nach offenen Parkdecks erteilte das Schulverwaltungsamt  in Person von Herrn Michael Fücker  eine Absage. Diese sind aus Lärmgründen am Standort nicht genehmigungsfähig.  An der Position  „Turnhalle mit Tiefgarage“ hielten die Vertreter  Frau Horst für FDP und Herr Thiele/Frau Nicholov (CDU)  in der Diskussion dennoch fest.  

Mittlerweile wurden die bereits eingestellten Planungskosten im Haushalt 2009/10 in den nächsten  Haushalt verschoben, begründet durch das Sparpaket der Stadt nach der „Wirtschaftskrise“. Auf den Umstand machte MDL Patrick Schreiber (CDU) deutlich. Fatal war der Eindruck, der sich nach seinen weiteren Ausführungen zum Parkhaus aufdrängte. Der Topf  für Parkplätze ist durch die Stellplatzablösegebühren trotz Wirtschaftskrise gut gefüllt. Das Geld für Schulsanierungen jedoch fehlt, bzw. muss im konkreten Fall erst per Beschluss in den neuen Haushalt eingestellt werden.Die Dringlichkeit und Notwendigkeit genau unseres Antrages mit Verzicht auf die Parkplätze wurde an dieser Stelle noch einmal bestätigt. Denn Herr Fücker begründete  entgegen den Ausführungen von Patrik Schreiber die nicht  ausgelöste Planung damit, dass vom Schulverwaltungsamt nicht die Tiefgarage bezahlt werden könne. Das Ämterchaos und Planungsdesaster werden die Schüler ausbaden müssen.

Der Schulleiter, im Publikum anwesend, machte eindrücklich deutlich, dass bereits jetzt die Funktion der Schule im Bereich Sport nicht mehr bedarfsgerecht  sichergestellt ist. Anders kann man es nicht bezeichnen, wenn Schulklassen  der 5./6./7. Jahrgangsstufe erst  am späten Nachmittag in einer völlig zerschlissenen  und zu kleinen Turnhalle ihren Unterricht durchführen können. In den nächsten Jahren wird sich die Situation noch verschlechtern.

Das Schlimme daran ist: Die Situation ist seit 1995 auch den beteiligten Ämtern bekannt. Diese mussten sich den Vorwurf gefallen lassen, durch mangelnde Arbeit unnötig Zeit vertan zu haben.  Der Hochbauamtsleiter Hofmann gab den Spielball jedoch zurück, verwies darauf, ohne konkrete  Planungsauftrag des Schulverwaltungsamtes wie auch  ohne Beschluss  des Stadttrats  nicht handeln zu können.  Nachdem das Schwarze- Peter-Spiel beendet war,  und die CDU  (Nikolov und Thiele) und FDP-Beiräte (Horst) nochmal ihre Standpunkte  und Wünsche nach mehr Parkplätzen -  also  einer Tiefgarage  am Standort - verdeutlicht hatten, wurde dem bündnisgrünen Antrag  bei punktweiser  Abstimmung in vielen Punkten  einstimmig  in allen Punkten aber  mit großer Mehrheit zugestimmt.

Dass der Verzicht auf die Tiefgaragenträume, auch um weitere Verzögerungen in der Umsetzung der Sporthalle zu verhindern, von den konservativen Fraktionen keine Zustimmung bekam, ist  angesichts der vorangegangenen Diskussion nicht anders zu erwarten gewesen.

In der Hoffnung auf eine nun zügige Planung und eine rasche Ausführung  des Baus könnte der  Dreikönigsschule in drei  Jahren endlich dringend nötige Abhilfe  geschaffen werden.

Dies ist mit Sicherheit drei Jahre zu spät.  Die Stadtverwaltung,  muss hier deutlich eher auch Signale setzen, damit Ortsbeirat und Stadtrat in der Lage sind,  der Stadtverwaltung durch Beschlüsse einen Handlungsauftrag zu verschaffen.  Andernfalls  werden Schulen und Turnhallen immer dann gebaut wenn es eigentlich schon zu spät ist. [Anm.d.A.]

weitere Infos: Bericht zur VA der Elterninitative Turnhalle Dreikönigsschule >>

Turnhalle „Dreikönigsschule“ endlich in Angriff nehmen! Verzögerungen im Bermuda-Dreieck der Ämterträgheit befürchtet!>

Antrag: Bündnisgrüner Stadtratsantrag zur Turnhalle Dreikönigsschule (pdf)

Vorstellung der Bauprojekte zum geplanten großflächigen Einzelhandel in der Neustadt

Sowohl  Frau Töberich,  wie auch Herr Nettekoven nebst anwesenden ArchitektInnen stellten zu später Stunde in 10 Minuten  ihre Projekte im Ortsbeirat vor. Beide Projekte waren den meisten OBRs schon durch Diskussionen im Stadteil im Vorfeld bekannt.

Das Stadtplanungsamt seinerseits gab eine kurze, deutliche Stellungnahme zu beiden Großprojekten ab. Diese lässt sich wie folgt zusammenfassen:  Negative Auswirkungen auf den kleinteiligen Einzelhandel im Ortsamtsbereich sind zu erwarten. Dennoch werden beide Projekte für möglich gehalten, jedoch nur bei einer Reduzierung auf je 4000 qm Verkaufsfläche. (Derzeitige Planungen  sind 4300 qm am Postgelände und 7000 qm am DVB-Hochhaus.)

Der  SPD wie auch den Bündnisgrünen Ortsbeiräten war diese Aussage zu wenig bewertbar. Die SPD stellte hierauf einen Antrag auf  Erstellung eines unabhängigen Gutachtens, welche die genauen Auswirkungen der Bauprojekte auf Verkehrsfluss (eingebracht durch Schulte-Wissermann), Infrastruktur und Einzelhandel  bei den genannten Kennzahlen beurteilt.  Fakt ist,  der  Lebensmitteleinzelhandel ist bereits jetzt  im Ortsamtsbereich  bedarfsgerecht vorhanden. Es würde nur zu Umverteilungen führen (Aussage Stadtplanungsamt). Vor diesem Hintergrund sind genauerer Aussagen unerlässlich .

Der Antrag wurde mehrheitlich angenommen.

Tagesordnung der nächsten Sitzung des Ortsbeirates Neustadt vom 8.6.2010

Bericht zum Ortsbeirat Neustadt, 22.04.2010

Vor dem offiziellen Termin hatte Ortsamtsleiter Barth für die Ortsbeiräte eine Führung durch das Dresdner Stadtarchiv organisiert. Der Leiter des Stadtarchivs, Herr Kübler, und Mitarbeiterin Frau Hoppe zeigten beeindruckende Beispiele verschriftlichter Stadtgeschichte und berichteten über Probleme der Archivierung im Zeitalter von E-Mails und Recyclingpapier. 

1. Stadtverträgliche Planung Bautzner Straße 

Die Ortsbeiratssitzung begann mit der Vorstellung eines gemeinsamen Antrages der Stadtratsfraktionen SPD, LINKE und B90/GRÜNE zur stadtverträglichen Planung der Bautzner Straße. Die Stadträte Axel Bergmann (SPD) und Torsten Schulze (B90/GRÜNE) erläuterten anschaulich, weshalb eine vierspurige Variante, die als eine von dreien bislang in der Planung vorgesehen ist, sowohl aus genehmigungsrechtlichen als auch schlicht menschenfreundlichen Gründen aus der Liste der anvisierten Varianten gestrichen werden sollte. Kritische Rückfragen kamen von CDU und FDP: Sei denn die Bautzner Straße als „Hauptverkehrsstraße“ überhaupt eine Fahrradfahrerstrecke, weiche man nicht sowieso auf den Elberadweg aus und würde eine für motorisierten Verkehr durchlässigere Bautzner Straße nicht Ausweichverkehr auf dem Bischofsweg vorbeugen? Axel Bergmann und Torsten Schulze, aber auch die Ortsbeiräte der anderen Fraktionen entkräfteten diese Annahmen: Zunächst dürfe mensch nicht eine Gruppe Verkehrsteilnehmer gezielt benachteiligen, nur weil bislang die Bedingungen für sicheren Radfahrverkehr auf der Strecke nicht gegeben sind. Außerdem habe sich der Elberadweg auf diesem Abschnitt teilweise schon vom Freizeitweg zur „Raserstrecke“ entwickelt, so Ortsbeirat Marco Joneleit (B90/GRÜNE).

Ausweichverkehr auf dem Bischofsweg könne durch eine bessere Kontrolle der 30-Zone vermieden werden, das momentane gestiegene Verkehrsaufkommen ist auch der Brückenbaustelle zu „verdanken“. Mit dem prognostizierten sinkenden Verkehrsaufkommen auf der Bautzner Straße durch die Waldschlösschenbrücke und Verlegung der B6 auf die Route Stauffenbergallee sollte für die Bautzner Straße Stadtteilverträglichkeit und nicht Transit priorisiert werden, stellte Torsten Schulze klar. Weitere Argumente gegen die breite Variante, die auch von Bürgern aus dem Publikum vorgebracht wurden, sind der Verlust aller 130 aktuellen, oft ausgewachsenen Straßenbäume, der u.U. auch nicht ersetzt werden kann, da Jungbäume unter diesen Bedingungen nicht alt werden bzw. kurz nach Anpflanzung bereits absterben, wie das Beispiel Leipziger Straße traurig vor Augen führt; Denkmalschutzabwägungen und Grundstücksenteignungen im Bereich zwischen Radeberger und Waldschlösschen, die einer Genehmigungsfähigkeit im Wege stehen würden; positive Beispiele für die Führung von Straßenbahn und Autoverkehr auf einer Trasse auf der Großenhainer und Leipziger Straße sowie die grundlegende Fehlannahme, dass auf einer Strecke mit so vielen Knotenpunkten (Kreuzungen, Haltestellen) überhaupt ein schnellerer Verkehrsfluss für den motorisierten Verkehr erreicht werden könne.

Kritisch ist bei einem vierspurigen Ausbau auch der verbleibende Platz für Fußgänger/-innen: so erreichen die Fußwege an einzelnen Stellen nur noch eine Breite von 1,8 m bei derzeit durchgängig ca. 4,5 m. Für intensiv genutzte Einkaufsstraßen, wie die Bautzner zumindest bis Höhe Pfunds Molkerei unstrittig ist, schreiben die Richtlinien aber mindestens 4 m, die Empfehlungen gar 5-6 m vor, so Herr Bergmann. „Da die Stadt Beleuchtung und Fahrleitungen nicht mehr an die Fassaden hängen wird, fällt ein weiterer Meter Fußweg im Bereich der Masten weg“, ergänzte Anna Catarina Mueller (B90/GRÜNE).

Stadtrat Bergmann wies noch darauf hin, dass die Mittel für die Sanierung der Bautzner Straße momentan wieder aus dem Haushalt gestrichen sind und eine Umsetzung eventuell nicht vor 2014 möglich sei. Dennoch kann man ja auch schon jetzt die Planung durch den Ausschluss perspektivisch letztlich nicht genehmigungsfähiger Varianten beschleunigen und nicht zuletzt ihren Kostenaufwand reduzieren. 

Der Antrag wurde mit 9 JA, 3 NEIN und 1 Enthaltung angenommen.

Antrag und Skizzen: Bautzner_Strasse_05.03.2010.pdf

2. Erhöhung der Verkehrssicherheit am Bischofsplatz 

Der von der bündnisgrünen Stadtratsfraktion eingebrachte Antrag fordert eine Verbesserung der Verkehrssituation am Bischofsplatz. Die unübersichtliche Situation mit fünf einmündenden Straßen verursacht hohe Unfallzahlen an diesem „Platz“, der letztlich nicht mehr als eine überdimensionierte Straßenkreuzung ist. Eine grundlegende Sanierung und Umgestaltung des Platzes ist frühestens in 5 Jahren realistisch, wenn die Bahn ihren neuen S-Bahn-Haltepunkt einrichtet. Bis dahin muss die Situation für alle Verkehrsteilnehmer/-innen durch eine Fußgängerbedarfsampel sowie eine Abgrenzung der südöstlichen Ecke, die einen übersichtlicheren Verkehrsfluss gewährleistet, deutlich verbessert werden.

Der Bischofsplatz ist ein Unfallschwerpunkt in Dresden: 5 verletzte Personen bei insgesamt 40 (von der Polizei aufgenommenen) Unfällen allein in 2009 zeigen, dass verkehrsordnende und sichernde Maßnahmen an dieser unübersichtlichen fünfwegigen Kreuzung dringend notwendig sind. „Wenn allein dadurch zwanzig Personen in den nächsten fünf Jahren weniger verletzt werden, haben sich die ca. 70 000 € für die Ampelanlage bereits mehr als bezahlt gemacht“, so Anna Catarina Mueller (B90/GRÜNE) zur Bekräftigung des Antrages.

Entsprechend der Lichtsignalanlage an der Königsbrücker/Ecke Tannenstraße soll nach Ansicht der BündnisGrünen am Bischofsplatz mit der Einrichtung der Ampelanlage vor allem die Querung des Bischofsplatzes im Bereich der Straßenbahnhaltestellen verbessert werden. Zusätzliches Rotlicht für Autofahrende gibt es nur, wenn zu Fuß gehende dies anfordern, da ansonsten bei haltenden Straßenbahnen der Autoverkehr sowieso zwingend warten muss.

„Es kann nicht sein, dass zwischen Königsbrücker und Hansastraße über 1 km kein gesicherter Übergang für Fußgänger/-innen möglich ist, und dies, obwohl mit den Schulen und Kindergärten im Hechtviertel gerade viele jüngere und schwächere Menschen dort queren müssen“, unterstützte Ulla Wacker (B90/GRÜNE) den Antrag.

Diskutiert wurde die Sinnhaftigkeit von Fußgängerampeln und die Option eines Zebrastreifens, der an der Stelle aufgrund des Straßenpflasters allerdings technisch unrealistisch ist. Interessant und bedenkenswert war die Anmerkung von Dr. Meyer (SPD), dass Zebrastreifen in Dresden leider seit Jahren keinerlei Lobby besäßen und daher auch von Autofahrern nicht respektiert würden – gäbe es mehr, hätten sie auch mehr Wirkung.

Statt der kompletten Abgrenzung der Schrägverbindung zwischen Conradstraße und Bischofsweg schlug Herr Hille (Freie Bürger) eine Verkehrsinsel vor, die den Verkehr zwischen Eschenstraße, Conradstraße und Bischofsweg ordnen könnte. 

Da der Antrag eine solche Lösung nach mehrheitlicher Meinung nicht ausschließt, wurde er wie vorgestellt mit 12 JA-Stimmen und einer Enthaltung (Frau Horst, FDP) angenommen. 

Antrag Provisorische Ampelanlage am Bischofsplatz zum download (pdf)

 

3. Information zum Planfeststellungsverfahren für das Verkehrsbauvorhaben der DVB „Bautzner Straße zwischen Fischhaus- und Brockhausstraße“ 

Eine Vertreterin der DVB, Frau Schick, stellte gemeinsam mit Herrn Gey vom beauftragten Planungsbüro Obermeyer die Pläne für die geplante neue Haltestelle in o.g. Bereich und den grundhaften Ausbau dieses Straßenabschnittes vor. Neben einer durch angehobene Fahrbahn behindertengerechten Haltestelle beinhaltet das Projekt auch die Sanierung des Durchlasses des Eisenbornbaches unter der Straße im Planungsabschnitt, der vor allem Kleintieren, vor allem Amphibien, den Zugang zur Elbe gewähren soll, sowie eine Fußgängerinsel auf Höhe der Brockhausstraße, um das Überqueren der Bautzner Straße zu erleichtern.

Ein anwesender Anwohner, der bereits mit der „Pension mit der Buche“ durch das Bauvorhaben Bautzner Straße/Anbindung Waldschlösschenbrücke geschädigt wurde, beklagte die mangelnde Berücksichtigung seiner Anliegerinteressen auf Höhe der neugeplanten Haltestelle, da Anreiseverkehr nur noch aus stadtwärtiger Richtung möglich sein werde. Da das Planfeststellungsverfahren läuft, kann er lediglich bei der Landesdirektion Einspruch erheben; die Vertreterin der DVB sah seine Interessen als ausreichend berücksichtigt an, da u. a. die Schleppkurve von Reisebussen bei der Dimensionierung der Zufahrten zu seinem Grundstück zu Grunde gelegt wurden. Außerdem sei im Zusammenhang mit der Waldschlösschenbrücke eine Wendemöglichkeit mit separater Fahrspur hinter der landwärtigen Haltestelle eingeplant, was den Zubringerverkehr zu der Pension auch aus der Stadt ermögliche, so Herr Gey.

Daher sei der Vorschlag von Anna Catarina Mueller (B90/GRÜNE) auch nicht umsetzbar, die Einmündung der Wilhelminenstraße baulich entsprechend der Brockhausstraße zu gestalten, um deren Charakter als Anliegerwohnstraße zu unterstreichen. Der Einwand, dass dann Ortsunkundige beim Wenden versehentlich falsch herum in diese Einbahnstraße einbiegen könnten, sei nur durch hohen baulichen Aufwand zu entgegen, da dort zudem mehrere Schächte von Versorgungsleitungen liegen, die dann angehoben werden müssten.

Zudem wurde der Baumverlust diskutiert, denn letztlich müssen an der Stelle alle Bäume dem Bauvorhaben in dieser Form weichen! Der Anwohner wies zurecht darauf hin, dass insbesondere der Altbaumbestand an der südlichen Straßenseite hohen Wert habe. Anna Catarina Mueller kritisierte in diesem Zusammenhang, dass Ausgleichsmaßnahmen an anderen Stellen im Stadtgebiet die massiven Verluste vor Ort nicht ausgleichen, das sog. Dresdner Modell solcher Ausgleichsberechnungen hier unzureichend sei. Der ökologische und stadtbildliche Verlust in diesem Planungsabschnitt sei erheblich und nicht mit den wenigen Ersatzpflanzungen wettzumachen. Außerdem sind die verwendeten Planzeichen für den Altbaumbestand immer sehr klein, Neupflanzungen aber mit ausbordender Krone dargestellt, was zu Fehlinterpretationen führe, da die Verluste „schöngezeichnet“ werden.

Die Frage, ob die Haltestelle vor oder nach der Kurve/Einmündung Wilhelminenstraße angeordnet werden kann, wurde mit dem Hinweis auf mangelnde Behindertenfreundlichkeit (Spaltmaß Bahnsteigkante/Straßenbahnzug) entgegnet, die eine Lage oberhalb der Kurve quasi ausschließe.

Der Einwand von Frau Horst (FDP), dass die Ampel überflüssig sei, weil hinter haltenden Straßenbahnen sowieso gewartet werden muss, wurde berechtigt entgegengebracht, dass mit der Lichtsignalanlage die Verbesserung der Querung für Rad- und Fußverkehr zwischen Dresdner Heide und Elbtal Rechnung getragen werden soll. 
 

4. Plan Hochwasservorsorge Dresden (PHD) 

Seit 2004 arbeiten die Dresdner Ämter an der Erstellung dieses umfangreichen Planes, der einen Maßnahmenkatalog für alle Gewässer vorsieht. Er ist auch auf den Seiten der Stadt online veröffentlicht. Zwei Vertreter des Umweltamtes, Frau Düring und Herr Wacher, stellten die Auszüge aus dem PHD für den Ortsamtsbereich Neustadt vor.

Es ist hier vor allem die Prießnitz relevant, da im Bereich der Elbe hier keine größeren Maßnahmen vorgesehen sind, nachdem die Sand- und Kiesanlandungen am Königsufer bereits in den Vorjahren abgeräumt wurden. (Interessant allerdings die Information, dass durch neue Richtlinien von März 2010 die Bebauung des Hafengeländes in der Leipziger Vorstadt wieder stärker in Frage steht.)

Für die Prießnitz sieht der Plan eine Erhöhung des Hochwasserschutzes auf den Standard HQ100 (Schutz vor Hundertjährigem Hochwasser) im Bereich zwischen Hohensteiner und Jägerstraße durch aufgesetzte Mauern vor sowie eine Treibgutsperre, für die 60 000 € eingeplant sind, auf Höhe der Brücke unter der Stauffenbergallee.

Als Alternativvarianten wurden auch Anstauungen der Prießnitz im Bereich der Dresdner Heide geprüft, die sich allerdings alle als unbrauchbar erwiesen. Entweder seien sie zu weit im Oberlauf und damit nicht relevant hochwasserwirksam oder mit einem Fassungsvermögen von mehr als 200 000 m³ auf Höhe des ehemaligen Waldbades Klotzsches nach vorsichtigen Schätzungen mit 2 Mio. € Kosten und einem ca. 250 m langen und mehrere Meter hohen Damm finanziell wie ökologisch unvertretbar. Außerdem sei dies lediglich ein Schutz vor Prießnitzhochwasser, mit den Mauern am Unterlauf werde auch der Schutz vor Elbhochwasser verbessert.

Der Nutzen von (höheren) Mauern wurde im Ortsbeirat angezweifelt, da 2002 auch das Grundwasser für die Schäden in diesem Stadtgebiet mitverantwortlich war. Die Vertreter des Umweltamtes wiesen darauf hin, dass ein Zusammentreffen von Elbe- und Prießnitzhochwasser nur aller 40 Jahre wahrscheinlich sei. Konkrete Visualisierungen oder Pläne für das Vorhaben gibt es bislang nicht, die für diese Maßnahme geplanten Kosten (50.000 €) betreffen bislang nur ihre Planung. 

Der Antrag, dem Plan zuzustimmen, wurde mit 6 JA-Stimmen und 7 Enthaltungen angenommen.  

  Plan Hochwasservorsorge Dresden (PHD) (pdf)

Betrachtungsgebiet 14 - Neustadt (*.pdf, 2336 KB)

5. Informationen / Antworten auf Anfragen 

Zu weiterem Erkenntnisgewinn zum Planungsstand Turnhalle Dreikönigsschule trifft sich Ortsamtsleiter Barth (vulkanaschebedingt verspätet) am 28.04. mit Vertretern der zuständigen Ämter. Momentan ist die Turnhalle im Haushalt auf Null gesetzt, nichtsdestotrotz trifft sich auch am 03.05. wieder die Elterninitiative in der Sache. 

Am 10.05., 19:00 Uhr, findet im Ortsamt eine öffentliche Diskussion zum Thema „Barrierefrei in der Neustadt“ statt. 

Mit der Sanierung des Brunnens auf der Tannenstraße (oberhalb Alaunpark) wurde im Dezember begonnen, die Schale befindet sich bereits in einer Werkstatt. Aufgrund eingefrorener Haushaltsmittel wurde das Vorhaben allerdings unterbrochen. Laut Information von Herrn Hille (Freie Bürger) wird es demnächst eine Spendensammlung für den Brunnen geben, dazu findet am 29.04. eine Pressekonferenz statt. 

Das Bauvorhaben Bautzner Str. 33-35 ist seit Januar 2010 genehmigt und die Umsetzung durch die Florana KG soll laut Auskunft der Stadtverwaltung demnächst beginnen. 

Baubeginn für die grundhafte Sanierung und den Umbau des nördlichen Teils der Alaunstraße ab Louisenstraße ist am 23. August. Eine Erneuerung des Bischofswegs zwischen Försterei- und Alaunstraße aus KonjunkturpaketII-Mitteln ist ebenfalls noch für dieses Jahr vorgesehen. 
 

6. Anfragen 

  • Bausicherheit Baumaßnahme Proschhübelstraße, Wegeführung nach der Baumaßnahme (B90/Grüne)
  • Umsetzung der beschlossenen besseren Beschriftung von Müllcontainern durch die Abfallwirtschaft, inkl. Kenntlichmachung der verlängerten Nutzungsmöglichkeit an Samstagen (B90/Grüne)
  • Weitere nachdrückliche Einladung Polizeichef Hanitzsch zur Auskunft über den Polizeieinsatz in der Neustadt am 13.02.2010 (B90/Grüne)
  • Parksituation KITA Dreikönigskinder (B90/Grüne)
  • Stand des versprochenen Gespräches (OBR 19.01.2010) zwischen Herrn Pfarrer Stolte (Diakonie DD)und der Elterninitiative der KITA Dreikönigskinder "Hospitalstraße" wegen Neubau der KITA und dem Verlust der Außenanlage (B90/Grüne)
  • Stand des Verkehrlichen Rahmenplanes, Informationen in Bezug auf den Ortsamtsbereich (SPD)
  • Stand der Umzugsplanung für die 15. und 30. Mittelschule angesichts perspektivischer weiterer Raumnot durch steigende Schülerzahlen (LINKE)

Tagesordnung der Sitzung vom 22.4.2010

1.     Bautzner Straße stadtverträglich planen 17:30 Uhr    
        Antrag Interfraktionell (pdf)

2.     Erhöhung der Verkehrssicherheit im Bereich Bischofsplatz/Bischofsweg 18:30 Uhr   Antrag GRÜNE   (pdf)

3.    Information zur Planfeststellung für das Verkehrsbauvorhaben der DVB "Bautzner Straße zwischen Fischhaus- und Brockhausstraße" 19:30 Uhr 

4 .    Plan Hochwasservorsorge Dresden (PHD) (pdf) - Plan zur Verbesserung der Hochwasservorsorge in der Landeshauptstadt Dresden für die Elbe, die Vereinigte Weißeritz, den Lockwitzbach, die Gewässer zweiter Ordnung, das Grundwasser sowie das abwassertechnische System 20:15 Uhr     

5.    Vorlagen zur Information an den Ortsbeirat            
6.    Kontrolle der Niederschrift zur 7. Ortsbeiratssitzung am 17.03.2010                 
7.    Informationen, Hinweise und Anfragen

 

Grüne OBR-Anträge

429_Antrag_Hafen-City_3.11.09.pdf

Antrag_Helgolandstrasse_15.12.09.pdf

Antrag_Metzer_Strasse_15.12.09.pdf

Bischofsplatz_27.01.2010.pdf

Bautzner_Strasse_05.03.2010.pdf

Alaunplatzumgestaltung.8.6.10.pdf

Turnhalle_Dreik.8.6.10.pdf

KoenigsbrStr._8.6.2010_Interfr.pdf

23.6.2010-hafencity.pdf

Was sagt der politische Mitbewerber- Grüne Nörgelei am Projekt Hochhaus Albertplatz überflüssig - FDP wird im Ortsbeirat Neustadt für das Vorhaben stimmen

(Dresden/17.08.2010). In der Sitzung des Ortsbeirates Neustadt wird heute die Vorlage der Stadtverwaltung Dresden zum Bebauungsplan "Einkaufszentrum und Bürgerzentrum am Albertplatz" behandelt.
 
Dazu erklärt Benita Horst, Ortsbeirätin für die Neustädter FDP:
 
"Mit dem Bauvorhaben am Albertplatz bietet sich endlich die Chance, ein Bürgerhaus an zentraler Stelle mit viel Platz für kulturelle, soziale und sportliche Einrichtungen für die Neustadt zu bekommen. Mit der denkmalgerechten Sanierung des ehemaligen DVB-Hochhauses verschwindet zudem endlich ein Schandfleck, der den Dresdnern seit beinahe 20 Jahren ein Dorn im Auge ist. Auch das geplante Einkaufszentrum ist mit 200 Fahrradstellplätzen ganz auf die Belange der Neustädter ausgerichtet.
 
Man kann die Dresdner Verwaltung sicher für so Manches kritisieren. Im Falle Hochhaus Albertplatz allerdings ist die Stadtverwaltung weder umgekippt, noch hat sie sich von grüner Nörgelei beirren lassen, sondern das Vorhaben mit dem Investor konsequent weiterverfolgt.  Trotz Sommer- und Ferienzeit haben Stadt und Investor an einem Bebauungsplan für das Gelände mit dem ehemaligen DVB-Hochhaus am Albertplatz gearbeitet. Auch die Anregungen aus der letzten Ortsbeiratssitzung – beispielsweise zur Verkehrsführung – wurden bereits in das Projekt aufgenommen.

Die Vorwürfe der Grünen, das Vorhaben gefährde die Einzelhandelsstruktur in der Neustadt und sei zu groß, sind substanzlos, zeugen nicht von Sachkenntnis und daher völlig überflüssig. Vielmehr beweisen sie deren investorenfeindliche Grundeinstellung und untermauern das Bild vom dauernörgelnden Ökoaktivisten. Verantwortungsvolle Kommunalpolitik sieht anders aus.
 
Die FDP wird in der heutigen Ortsbeiratssitzung für das Projekt stimmen."
 

F.d.R.d.A.
Michael Deutschmann
Ortsvorsitzender FDP Dresden-Neustadt
Tel.: 0351 655 765-25

Ortsbeiratssplitter - Ausbau Bautzener Straße

"Wer ist denn so bekloppt?...()… Es gibt keine vernünftige Begründung!!! 
"Die Vierspur-Variante  ist hirnverbrannter Blödsinn!"
(Zuschauerbemerkung zur Debatte um den Antrag Bautzner Straße
 
 Unversöhnlich standen sie sich gegenüber die Autofahrerfraktionen CDU und FDP und die Befürworter des Antrags: Die FDP sah im grünspdlinken Antrag die Staumacher am Werken und ließ sich durch überzeugende Argumente nicht beeindrucken. Fakt ist: „Die  vielen Knotenpunkte machen den Stau; Nicht wirklich entscheidend ist, ob die Autofahrer einige Minuten hinter einer Straßenbahn als Pulkführer herfahren oder nicht“ (Lichdi/Schulze).

Auch das gleiche Recht für alle Verkehrsteilnehmer zur Nutzung der Straße wurde mit zweierlei Maß gemessen: „Radfahrer könnten ja am Elberadweg fahren. Braucht es überhaupt eine Radspur auf der Bautzner ?“  war eine ernstgemeinte Frage der 4Spur-Fetischisten.

Richtig abstrus wurde es beim Thema Ausweichverkehr Bischofsweg: Diese Straße werde bei einer  nicht vierspurigen Bautzner Straße zur  Stauumfahrung befürchtete Herr Logé (CDU): Der bereits jetzt unattraktive Tempo-30-Bereich des Bischofswegs, und eine weitere geplante Zurückstufung sollten in der Lage sein dies zu verhindern. Und gegen rasende Autofahrer helfen ohnehin nur „verkehrserzieherische Maßnahmen“ räumte Torsten Schulze letzte Bastionen dieses Argumentes beiseite. In der Folge der OBR-Sitzung entspann sich eine langwierige Debatte über Schwarze Schafe in den Reihen alle Verkehrsteilnehmer, vom Radfahrerrüpel über den Gemeinen Raser bis zum Bei-Rot-Läufer im Bereich Bischofplatz  der keine Ampel bräuchte. Dies war dann allerdings schon der nächste grüne Antrag der Sitzung .

Die FDP namens Frau Horst brachte wiedereinmal in dieser Stadt das Totschlagargument der mangelnden Förderfähigkeit bei allen nicht 4spurigen Varianten an.

Düster wurde das Kapitel Denkmalschutz: Der Erhalt des Alleecharakters wurde in der Debatte augenscheinlich von CDU und FDP nicht als prioritär angesehen. Auch die Enteignung  von  1-2,50 m Vorgarten und die Entwertung der  historischen Torhäuser der Anwohner der Bautzner Straße konnte die sonst üblicherweise sehr besitzstandswahrenden Fraktionen nicht von der Notwendigkeit eines stadtteilverträglichen Ausbaus überzeugen:  Laut Herrn Thiele (CDU) müssen ja ohnehin bei allen Varianten „alle Bäume gefällt werden, da sie den grundhaften Ausbau der Bautzner Straße durch Schädigung des Wurzelwerkes nicht überstehen.“ Woher er diese Aussage hatte, war nicht zu ergründen.  

Gruselig war der Schluss: Herr Thiele favorisierte die  4-Spur-Variante  zwischen Glacisstraße und Rothenburger Straße. Dem Einwand  "Es wird nie wieder Bäume dort geben" wurde erwidert : “Das kann sein!“ 

Am Ende stimmten Frau Horst (FDP), Herr Thiele und Frau Nicholov (beide CDU)  erwartungsgemäß gegen den Antrag - Grüne, SPD, PdLinke und Bürgerfraktion dafür.

Bemerkenswert: Herr Logé (CDU) enthielt sich: „Das ist doch schon mal“ was, raunte es in meiner Sitzreihe im Stadtarchiv… (om)

ältere Berichte von den Ortsbeiratssitzungen

Stadtratsanträge - den Ortsamtsbereich Dresden Neustadt betreffend

18.02.2010 Antrag Bündnis 90/Die Grünen  A0111/10

Information der Ortschafts- und Ortsbeiräte über die Baumfällungen und Baumneupflanzungen in ihren Ortschaften bzw. Ortsamtsgebieten 

18.02.2010 Antrag Bündnis 90/Die Grünen  A0129/10

Transparenz und umfassende Information zum Bauvorhaben des Investors Florana  

Mehr Verkehrssicherheit am Bischofsplatz!

Die Grüne Stadtratsfraktion hat einen Antrag zur Verbesserung der Verkehrssicherheit am Bischofsplatz auf den Weg gebracht. Diesem wurde am Donnerstag, den 22.04. im Ortsbeirat Neustadt einstimmig zugestimmt.  Hauptanliegen des Antrages ist die Errichtung einer provisorischen Bedarfsampel auf Höhe der Hechtstraße.  „Momentan ist die Querung des Bischofplatzes vor allem für Kinder und ältere Menschen mit hohem Risiko verbunden. Die Errichtung einer Ampel würde die Verkehrssicherheit am Bischofsplatz deutlich erhöhen und das Unfallrisiko an dieser Stelle deutlich reduzieren“, so Michael Ton, stellvertretender Ortsbeirat für die GRÜNEN in der Neustadt.  Die Ampel soll als provisorische Übergangslösung errichtet werden. mehr zum Bischofsplatz

Antrag Provisorische Ampelanlage am Bischofsplatz zum download (pdf)

Kommentar: Angriff der Barockimperialisten

Am vergangenen Dienstag nahm ich wieder als Stellvertreter an der Sitzung des Neustädter Ortsbeirates teil. Ein Tagesordnungspunkt war das Florana-Bauprojekt auf der Hauptstraße. Diesmal war von der Gesellschaft Historischer Neumarkt kein Vertreter da (mal abgesehen von dem GHN-Mitglied in der CDU-Fraktion), weshalb die Diskussion recht entspannt verlief.

Der Ortsbeirat hatte bereits im Mai 2009 staunend zur Kenntnis genommen, dass die GHN sich jetzt auch für den Neustädter (!) Markt für zuständig erklärt hat. weiterlesen auf weslog

 

 

 

Hier die Termine der Sitzungen des OBR  für das Jahr 2010!

Der Ortsbeirat Dresden-Neustadt

Hier finden Sie Informationen zum Ortbeirat Neustadt und zum Ortsamtsbereich Neustadt!

Und das sind die...

Vertreter der SPD in der Neustadt im Ortsbeirat

Pressemitteilungen und Infos

zur Situation des OBR Neustadt auch hier...