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Ortsbeirat - 26.1.2008

26. Januar 2008: Zum Martin-Luther-Platz

M.-L.-Platz; Quelle: Wikipedia

Gegen die Planungen zur Umgestaltung des Martin-Luther-Platzes regt sich
Widerstand. Jüngst berichtet die Presse von 240 Unterschriften von AnwohnerInnen, die um ihre Stellplätze fürchten.

Bereits die Bürgerversammlung zur Umgestaltung des Platzes hatte gezeigt, dass viele BürgerInnen in seiner Aufwertung und der Schaffung von mehr Aufenthaltsqualität keinen Gewinn an Lebensqualität erkennen können, der groß genug wäre, um den Verlust von ca. 145 Stellplätzen auszugleichen.

Ich habe mich bereits dafür eingesetzt, dass dieses Thema möglichst früh im Ortsbeirat behandelt wird - nicht, um schon die abschließende Entscheidung vorzubereiten, sondern um einen weiteren öffentlichen Termin zur Erörterung des Vorhabens zu schaffen und um ein angemessenes Bürgerbeteiligungsverfahren einzuleiten. Gerade ein so zentraler Platz verlangt nach einer intensiveren Form der Bürgerbeteiligung.

Das Anliegen, dem Martin-Luther-Platz so etwas wie eine Platzqualität überhaupt zukommen zu lassen, teile ich als Anwohner. Dass er wegen parkender Autos oft nur mit Mühe zu überqueren ist, ist ein unerfreulicher Zustand. Den Bereich vor der Kirche (also "an der Kugel") von Autos freizuhalten, wäre ein Kompromiss zwischen einer radikalen Autofreiheit und dem jetzt üblichen "Zuparken" des Platzes. Jedoch sind die Sorgen der AnwohnerInnen, die auf ihr Auto angewiesen sind, zu berücksichtigen. Hier zeigt sich ein weiteres Mal, dass Stellplätze an der Peripherie des Sanierungsgebiets Äußere Neustadt gebraucht werden.

Da Straßensanierungen anscheinend immer mit dem Wegfall von Stellplätzen verbunden sein werden (jüngstes Beispiel: Planung zur oberen Alaunstraße - Grund dafür ist u.a. die fördermittelrelevante Verbesserung der Aufenthaltsqualität), werden weitere Maßnahmen den Parkplatzdruck in der Äußeren Neustadt immer wieder schrittweise erhöhen. Ein Gesamtkonzept, das Parkplätze an der Peripherie enthält, ist notwendig.

Achim Wesjohann, Ortsbeirat, 26. Januar 2008