Waldschlößchenbrücke
Statement der Oberbürgermeisterin und offene Antwort der Welterbebewegung
Dresden, 26. Juni 2009 Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin
Sie haben nun die Tagung in Sevilla erlebt, erfahren, wie das Komitee diskutiert und entscheidet. Besonders die Verhandlungen, die vor dem Dresdner Elbtal stattgefunden haben, die über die Nationalparks im Kongo, wo Bürgerkrieg herrscht und ganz andere Voraussetzungen für den Schutz von Welterbestätten sind, müßten Sie doch beeindruckt haben. In diesem Augenblick muß doch auch Ihnen klar geworden sein, daß Dresden, als Stadt in einem reichen Land, als Teil der Kulturnation Deutschland, sich in dieser Frage unmöglich verhalten hat! Vor einem Jahr in Quebec hatte das UNESCO-Komitee ein eindeutiges Ultimatum gestellt und nun lediglich die Konsequenzen gezogen.
Einen Gesichtsverlust hat Ihnen die UNESCO damit nicht erspart, aber darauf hätten Sie auch nicht hoffen dürfen. Wer jahrelang alle Mahnungen ignoriert und keine echten Lösungsvorschläge unterbreitet, kann nicht auf Gnade hoffen.
Der Besuch in Sevilla und die nun getroffene Entscheidung - so sollte man meinen - hätten Sie zu der Einsicht geführt, daß die Brücke tatsächlich schadet, aber aus Ihren Äußerungen ist dies nicht zu entnehmen.
Aus welchem Grund sich die UNESCO schwer getan hat, liegt doch auf der Hand: Es fiel dem Komitee schwer das Schutzziel aufzugeben und nur deshalb hat es mit Blick auf die Wiederherstellung des einzigartigen universellen Wertes der Stätte einen Rückweg eröffnet. Es ist nicht Aufgabe des Gremiums irgendjemanden zu bestrafen; anders als die Politik handelt es unabhängig und sachbezogen.
Verwundert hat mich folgende Aussage: Zitat: „Dresden hatte sich voller Stolz auf die einzigartige Kulturlandschaft um den Titel beworben und die Stadt hat ihn auch voller Stolz getragen - unabhängig, ob man für oder gegen die Brücke gewesen ist. Die Verwaltung und die Stadtpolitik werden weiter das Dresdner Elbtal schützen und gemeinsam mit der Bürgerschaft aktiv bewahren, wie sie es auch in der Vergangenheit erfolgreich getan hat." Zitat Ende
Wo in der Stadt kann man denn den Stolz der Dresdner auf ihr Welterbe sehen? Fragen Sie doch in Ihrer eigenen Partei nach diesem Stolz. Ich nehme an, die meisten Ihrer Parteifreunde sind froh, daß der Status Welterbe Geschichte ist. Nirgendwo, außer an der Loschwitzer Kirche, konnte man etwas vom Welterbestatus des Elbtals sehen. Nicht mal für ein Autobahnschild hats gereicht (das ist Ländersache, ich weiß)! Die Stadt hat alles dafür getan, daß man es NICHT sieht. Und die aktive Bürgerschaft, die jahrelang gewarnt und Öffentlichkeitsarbeit betrieben hat, wurde geschmäht und diffamiert.
Ich nehme Sie nun beim Wort: Schützen Sie das Elbtal vor weiteren Eingriffen und rehabilitieren Sie die UNESCO! Wenn nicht Sie, wer sonst kann den beschädigten Ruf der UNESCO in Dresden wiederherstellen!
Mit freundlichen Grüßen
Jana Knauth
"UNESCO hält Dresden weiterhin für welterbe-würdig"- Statement der Oberbürgermeisterin
„Die heutige Entscheidung des UNESCO-Welterbekomitees zeigt, dass die UNESCO Dresden für welterbewürdig hält," so Oberbürgermeisterin Helma Orosz, die zur Zeit an der 33. Sitzung des Welterbe-Komitees der UNESCO in Sevilla teilnimmt. Das UNESCO Welterbe-Komitee hat heute in geheimer Abstimmung mit 14 zu 5 Stimmen (2 Enthaltungen) beschlossen, das Dresdner Elbtal von der Liste der UNESCO Welterbestätten zu streichen. Zuvor war ein Antrag aus dem Komitee, die Entscheidung um ein weiteres Jahr zu verschieben mit 13 zu 8 Stimmen abgelehnt worden. Das Komitee hat aber in seinem Beschluss gleichzeitig die Möglichkeit eingeräumt, dass Dresden sich erneut um einen Welterbetitel bewerben kann. „Es gab eine intensive und anhaltende Diskussion. Der Mehrheit des Komitees ist es sehr schwer gefallen, den Titel abzuerkennen. Doch es schien den Komiteemitgliedern wichtig, sofort einen neuen Weg aufzuzeigen, das bedeutet, dass das Komitee Dresden für welterbewürdig hält. Mit der Option aus dem heutigen Beschluss eröffnen sich neue Chancen für Dresden. Es ist jetzt meine Aufgabe, dafür einen Weg zu finden. Ein neuer Antrag ist aber nur vertretbar, wenn er von einer großen Mehrheit der Bürgerschaft mitgetragen wird," so die Oberbürgermeisterin.
„Dennoch bedauere ich, dass die Komiteemitglieder den Welterbetitel und die Waldschlösschenbrücke für unvereinbar halten. Ich bin weiter überzeugt, dass im Interesse aller Akteure ein Konsens das Beste gewesen wäre", sagte Oberbürgermeisterin Helma Orosz nach der Sitzung.
Die Oberbürgermeisterin hatte im Vorfeld der Entscheidung mit den meisten der 21 Delgationsleiter gesprochen. „Dabei hatte ich das Gefühl, dass meine Argumente und unsere Situation auf viel Verständnis und Interesse gestoßen sind," so die OB. „Auch deswegen habe ich bis zuletzt darauf gehofft, und aus Überzeugung dafür gearbeitet, dass die Entscheidung bis zur Fertigstellung des Brückenbaus vertagt wird. Aber gerade das uneinheitliche Abstimmungsergebnis im Komitee selbst, zeigt wie schwer sich auch die UNESCO mit dieser Frage getan hat."
„Dresden hatte sich voller Stolz auf die einzigartige Kulturlandschaft um den Titel beworben und die Stadt hat ihn auch voller Stolz getragen - unabhängig, ob man für oder gegen die Brücke gewesen ist. Die Verwaltung und die Stadtpolitik werden weiter das Dresdner Elbtal schützen und gemeinsam mit der Bürgerschaft aktiv bewahren, wie sie es auch in der Vergangenheit erfolgreich getan hat." Quelle:http://www.dresden.de/de/02/
Berufung gegen das Urteil des Verwaltungsgerichtes Dresden (VG) zur Waldschlößchenbrücke eingelegt
27.3.09 Die Grüne Liga heute Berufung beim Oberverwaltungsgericht gegen das Urteil des Verwaltungsgerichtes Dresden (VG) zur Waldschlößchenbrücke eingelegt. "Dieser Schritt ist uns nicht leicht gefallen. Wir haben uns jedoch dazu entschlossen, weil wir unserer Verantwortung für das Dresdner Welterbe gerecht werden möchten. Im Berufungsverfahren werden wir nachweisen, dass die Auffassung des VG in mehreren Punkten fachlich falsch ist. So kommt das VG beispielsweise zu der zweifelhaften Aussage, die Beeinträchtigungen durch einen Elbtunnel wären gravierender als durch die Brücke. Das können wir nicht unwidersprochen lassen."
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Schutzsatzung Welterbegebiet Dresden - gute Idee zur falschen Zeit!
"Die Welterbebewegung begrüßt die Überlegungen das Welterbegebiet Dresden unter einen zusätzlichen Schutz zu stellen. Allerdings sind wir der Meinung, dass dies Initiative verfrüht ist.
Auch uns ist klar, dass die jetzige Situation zum sicheren Verlust des Welterbestatus für Dresden im Sommer 09 führen wird.
Aber, Dresden kann bei entsprechendem politischem Willen aller Beteiligten auch jetzt noch das Welterbe aus eigener Kraft erhalten. Politische Situationen sind keine Naturgesetze sondern von Menschen gemacht und also auch durch den Menschen veränderbar.
Da die welterbeverträgliche Elbquerung mittels eines Tunnel, wie auch von offizieller Seite der Stadt zugegeben, technisch machbar ist und der Bund mit seinem Förderprogramm für Unesco Welterbestädten entstehende Zusatzkosten abfedern könnte, steht der Umwandlung in ein Volltunnelprojekt nur der politische Nichtwille von CDU und FDP und Teilen der PDS Fraktion im Stadtrat entgegen.
Auch der Freistaat Sachsen - als Vertragspartner der Unesco - der Mehrkosten in Leipzig für den Citytunnel in Höhe von 250 Mio. Euro bereitwillig übernahm, sollte es als seine selbstverständliche Pflicht ansehen, die Landeshauptstadt in dieser schwierigen Situation bei anfallenden Mehrkosten tatkräftig zu unterstützen. "
Thomas Löser sagte weiter in diesem Zusammenhang: "Ein Anruf von Frau Orosz an Herren Tillich würde genügen, um die verfahrene Kiste aus dem Schlamassel zu ziehen. Alle politischen Partein, insbesonders CDU und FDP sind gehalten, die aufgerissenen Gräben innerhalb der Stadt aus eigener Kraft zuzukippen, um endlich eine welterbeverträgliche Elbquerung am Waldschlößchen und den Erhalt des Welterbes in Dresden zu erreichen.
Wer jetzt das Welterbegebiet wahrhaft schützen will, muss zunächst alles für den Erhalt des Welterbes in Dresden tun."
Thomas Löser (Sprecher Verein Bürgerbegehren Welterbe Erhalten durch Elbtunnel am Waldschlößchen)
Waldschlößchenbrücke wird immer teurer
Die CDU Dresden und die CDU-dominierte Stadtverwaltung sagen weiterhin nicht die Wahrheit über die Waldschlößchenbrücke in Dresden!
Die teuerste Innenstadtbrücke Deutschlands kostete bisher 156 Mio. Euro (normale Vergleichsbrücke Niederwartha: 40 Mio. Euro) und wird nun mit weiteren 15 Mio. Euro Mehrkosten nochmals wesentlich teurer. Es ist vorherzusehen, dass diese Kostenerhöhung nicht die letzte sein wird.
Die jetzt bekannt gewordene Verteuerung stellt genau den Mehrbetrag von 15,6 Mio. Euro dar, der zum Bau eines welterbeverträglichen Tunnels notwendig gewesen wäre. (Mehrkosten Tunnel gegenüber Brücke: 10 % / als Tatsache vor Gericht festgestellt und auch von der Stadt Dresden vor dem VG Dresden bestätigt, Verhandlung von 10/08 / Quelle: Grüne Liga Dresden/ www.welterbe-erhalten.de)
Diese seriöse Kostenschätzung wird bis heute in der Öffentlichkeit unterschlagen. Die Dresdner CDU und die Stadtverwaltung Dresden sprechen noch immer von absurden Mehrkosten für den Bau eines Tunnels in Höhe von bis zu 100 Mio. Euro.
Auch die aktuellen von der Stadt Dresden vorgenommenen Verkehrserhebungen werden nicht bekannt gegeben. Diese würden zeigen, dass die angestrebte Entlastung der Innenstadtbrücken von 30.000 Fahrzeugen pro Tag, die immer als Begründung für den Bau der WSB angegeben wurde, bereits seit mehreren Jahren durch den Verkehrsrückgang in Dresden erreicht wurde.
Auch werden von offizieller Seite der Stadt Dresden die Beschlüsse der Unesco vom Sommer 2008 nicht anerkannt.
Auf die Anfrage eines Dresdner Stadtrates, inwiefern die OB Orosz die Beschlüsse des Stadtrates zum Erhalt des Welterbes in Dresden umsetzt, antwortete sie, dass: "Dresden die WSB weiter baut, die mit Hilfe engagierter Bürger und der Stadt Dresden umgeplant und jetzt welterbevetrräglich ist". (Originaldokument im Anhang)
Thomas Löser sagte in diesem Zusammenhang: "Es ist sehr enttäuschend, dass bisher weder die angekündigten Gespräche der Stadt Dresden mit der Unesco, noch die vom Stadtrat beauftragte Mittelsuche für eine welterbeverträgliche Lösung durch die OB Orosz stattgefunden haben. Die CDU sollte doch endlich ehrlich bekennen, dass sie das Welterbe in Dresden weder retten kann noch will. Alles andere ist unredlich." Thomas Löser
Jahrestag der Fällung der Angelikabuche
15.01.2009 Heute vor einem Jahr, am 15.01.2008, wurde die „Angelikabuche“ gefällt. Ihre Fällung ist Symbol für den Verkehrswahn beim Bau der Waldschlösschenbrücke geworden. Sie zeigt, wie auch die Fällung der Bäume auf der Waldschlößchenstraße und der Leipziger Straße, dass Natur und Kultur in unserer Stadt bei Planungsvorhaben immer noch zu wenig Achtung und Respekt geniessen.
Und weil es die Tagespresse nicht schafft, darüber zu berichten ( Die DNN bewirbt ihren eigenen Neujahrsempfang mit 500 Gästen und die SZ bewirbt den Promi-Ball in der Semperoper):
Gestern kamen zum Neujahrsempfang der Dresdener Welterbebewegung ins Rathaus geschätzt 350 (!) Personen. Der Saal war rappelvoll, die Rednerliste mit Dr. Magirius bis Thomas Löser gut bestückt, und der Anlaß war ein Besinnlicher, Trauriger und Mutmachender. vor einem Jahr
Erinnerung an die Buchenfällung vor einem Jahr
Ausbau Stauffenbergallee - zweispurig oder Autobahn?
27.12.08 Der politische Arm des ADAC hat die Feiertage genutzt, und wiedermal vor dem totalen Verkehrskollaps in Dresden gewarnt. Anlass sind die Pläne zum Ausbau der Stauffenbergallee zwischen Königsbrücker Straße und Radeburger Straße. Holger Zastrow (FDP) sagte der Morgenpost, dass "ein zweispuriger Ausbau der Stauffenbergallee... vollig falsch" sei und nur Staufallen und Verkehrsbremsen produziere. Nach den Prognosen der Stadt wird der Verkehr bis 2015 durch die Auswirkungen der Waldschlösschenbrücke in diesem Bereich von 11000 auf max 17000 Fahrzeuge pro Tag ansteigen. Insgesamt sind die Verkehrsbelegungszahlen durch MIV in Dresden für die Zukunft rückläufig.
Unterdessen wirbt die Immobiliengesellschaft USD ("Unser schönes Dresden") schon länger beim Ausbau der unter Denkmal stehende Wohnanlage Stauffenbergallee 12 a-k mit blühenden und grünenden Landschaften und der bereits zweispurig ausgebauten Straße: "Die Wohnanlage Stauffenbergallee 12 a-k liegt mitten im bevorzugten Stadtteil Dresden Neustadt „Albertstadt“ in bester und komfortabler Stadtlage gegenüber der Grünanlage „Hechtpark“. Seine ausgezeichnete Lage am ruhigen Stadtrand zwischen der Dresdner Heide und dem Hechtpark schafft eine sehr konstante Nachfrage nach Wohnraum. Auf Grund seiner Lage ergeben sich vielfältige Freizeit- und Erholungsmöglichkeiten. Alle Einrichtungen des täglichen Bedarfes wie Einkaufen, Kindergärten, Ärzte, Post, Banken, Apotheke etc. sind in wenigen Minuten erreichbar. Die Anbindung dieses Bereiches ist durch mehrere Bus- und Straßenbahnlinien sowie die Autobahnauffahrt A4 als hervorragend zu bezeichnen. Die Entfernung ins Stadtzentrum beträgt ca. 4 km. Weiterhin ist es sehr angenehm, dass alle täglichen Wege problemlos mit dem Fahrrad zurückgelegt werden können. Auch die unmittelbare Nähe zu gut dotierten Arbeitsplätzen wie Infineon, AMD, Bundeswehr, Flughafen, Regierungspräsidium oder diversen Mikroelektronikfirmen ist sehr positiv einzuschätzen. Nach der Sanierung durch die USD Immobilien GmbH werden sehr schöne Apartments mit modernem Wohnkomfort entstehen." Wie die Straße demnach aussehen könnte, erfährt der Leser hier .
Offener Brief an OB Orosz, 150 Mio. Euro Fördermittel zum Erhalt der deutschen Welterbestätten
12. 12 2008 Zur gestrigen Stadtratssitzung haben sich die BI für den Bau eines Elbtunnels mit einem Offenem Brief an OB Orosz gewandt. Wir geben den Brief in voller Länge wieder, da er recht deutlich macht, dass hier seitens der Stadt und OB kein Wille existiert, sich für den Erhalt des Titels stark zu machen. Frühere Wahlkampfaussagen sind wohl unter dem Begriff "Politische Prosa" "abzuheften.
Dresden,12. Dezember 2008
Finanzierung der welterbeverträglichen Elbuerung am Waldschlößchen
Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin,
die Stadt Dresden als Kommune mit UNESCO-Welterbestätte ist verpflichtet, in Erfüllung des Vertrages der mit der Bewerbung und Annahme des Welterbetitels geschlossen wurde, alles ihr Mögliche zum Erhalt des Welterbes Dresdner Elbtal zu tun. Ebenso ist der Freistaat Sachsen als Bundesland der Bundesrepublik Deutschland Vertragspartner der UNESCO und daher verpflichtet, alles ihm Mögliche zum Erhalt seiner Welterbestätten zu unternehmen.
Das von uns initiierte und von der Mehrheit des Dresdner Stadtrates für zulässig erachtete Bürgerbegehren „Welterbe erhalten durch Elbtunnel am Waldschlößchen“, wurde vor allem wegen abweichender Kostenschätzungen und des Fehlens eines konkreten Fördertitels zur Finanzierung der Mehrkosten des Waldschlößchentunnels von der Dresdner Stadtverwaltung wie auch von der Sächsischen Landesregierung für unzulässig erachtet.
Im Juli diesen Jahres hat die 32. Tagung des UNESCO-Welterbekomitees den Waldschlößchentunnel als einzige mit dem Welterbestatus vereinbare Elbquerung am Waldschlößchen bestätigt. Dresden wird bei Weiterbau der jetzigen Brücke den Welterbetitel verlieren!
Am 20. November hat der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages das neue Förderprogramm „Förderung von Investitionen in nationale Weltkulturerbestätten“ mit einem Volumen von 150 Mio. Euro beschlossen.
In Unterstützung des gestrigen Beschlusses des Dresdner Stadtrates, Mittel aus diesem Förderprogramm für den Bau einer welterbeverträglichen Lösung zu beantragen, fordern wir Sie namens der Unterstützer unseres Bürgerbegehrens auf, aktiv seitens der Stadtverwaltung Geld für den Bau eines welterbeveträglichen Lösung zu beantragen.
Wir geben diesen Brief der deutschen und internationalen Presse zur Kenntnis.
Für alle Rückfragen stehen wir gern zu Ihrer Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
Susanne Knaack Thomas Löser Prof. Ralf Weber
Welterbe-Antrag im Stadtrat abgelehnt
11.12.08 Bei namentlicher Abstimmung ist gestern zu später Stunde ein modifizierter Antrag von Bündnis 90/ Die Grünen im Stadtrat zur Rettung des Welterbes gescheitert. Dagegen stimmten unter Anderem Dr. Dietrich Ewers (SPD) und die konservative Koalition aus CDU und Linksfraktion.PDS sowie natürlich die FDP. Die Bürgerfraktion stimmte uneinheitlich.
Thomas Löser von der Tunnelinitiative sagt hierzu: "Mit der heutigen Erklärung bekräftigt der Stadtrat, dass er Seitens des Freistaates Sachsen in der Welterebefrage de facto entmündigt und entmachtet wurde. Dies stellt einen schweren Eingriff in das kommunale Selbstverwaltungsrecht der Stadt Dresden dar und zeigt, dass wir 20 Jahre nach der politischen Wende von 1989 noch nicht in der damals von vielen erträumten Demokratie angelangt. Der fehlende politische Wille des Freistaates Sachsen sich aktiv für den Erhalt des Welterbes in Dresden einzusetzen und darüber hinaus die Verhinderung aller substantiellenn Rettungsversuche zum Erhalt des Welterbes, sind Schuld an dieser unerträglich blamablen Situation.
Wir weisen aus gegebenem Anlaß nochmals auf folgende Tatsachen hin:
+ nach wie vor kann der Stadtrat aus eigener Kraft einen Baustopp beschließen oder
ein Stadtratsbegehren zum Erhalt des Welterbes einleiten
+ es wurde durch das Tunnelsymposium an der TU Dresden (3/08) und durch den
Prozess der Grünen Liga vor dem OvG (11/08) zweifelsfrei bestätigt, dass ein
Tunnel an Stelle der Brücke in allen Komponenten technisch machbar ist
+ die Vertreter der Stadt (Büro Bung-Heidelberg) mussten vor dem OvG einräumen,
dass sich die Mehrkosten eines Tunnels auf 10 % der Gesamtsumme
(ca. 16 Mio Euro) des bisher geplanten Bauwerkes belaufen
+ die Stadtverwaltung bis Montag nächster Woche Zeit hat, Mittel aus dem
Unesco Förderprogramm (150 Mio Euro) des Bundes für den Bau der
welterbeverträglichen Tunnellösung zu beantragen
+ es keinen Gerichtsbeschluss eines deutschen Gerichtes gibt, der den Bau der
WSB zwingend anordnet
+ der behauptete Konflikt zwischen "altem" und "neuem" Bürgerentscheid ein bewusst
konstruierter ist
+ das Bürgerbegehren zum Erhalt des Welterbes politisch in einer bisher
beispiellosen Art und Weise bekämpft und mit offensichtlich unhaltbaren Argumenten
(kassatorisches Bürgerbegehren - nach Aussage des Rechtsamtes der Stadt
Dresden ist dies sachlich schlicht falsch) verhindert wurde
+ diese Brücke ein politisches Bauwerk des Freistaates Sachsen ist und als solches
(falls es jemals zu Ende gebaut wird) das Schicksal anderer politischer
Demonstrationsbauten (Palast der Republik, Berlin) teilen wird."
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Welterbe-Antrag im Landtag abgelehnt
13. November 2008. Im Sächsischen Landtag fand heute eine Debatte über einen Antrag von BÜNDNIS 90 / Die GRÜNEN zum Erhalt des Dresdner Welterbes statt.
Der Antrag wurde mit den Stimmen der CDU/SPD-Koalition und der FDP abgelehnt; bei der SPD gab es einige Enthaltungen. - Wir dokumentieren das offizielle Protokoll dieser Dabatte.
Stadtrat vertagt Abstimmung
20. November 2008 - Auf der Tagesordnung der heutigen Stadtratssitzung stand ein Antrag der Fraktion BÜNDNIS 90 / Die GRÜNEN zur Rettung des Welterbes. - Der Antrag wurde wegen der Vielzahl der Tagesordnungspunkte nicht behandelt. Er steht nun zur nächsten Stadtratssitzung am 12. Dezember 2008 erneut auf der Tagesordnung.
Landeshauptstadt Dresden führt überregionale Öffentlichkeit bewusst in die Irre und brüskiert erneut UNESCO
Angesichts einer äußerst fragwürdigen Anzeige, die die Landeshauptstadt Dresden in der ZEIT vom 30.10.08 schaltete, erklärt UNESCO-Kuratoriumsmitglied und kulturpolitische Sprecherin der bündnisgrünen Stadtratsfraktion, Christiane Filius-Jehne: „Offenkundig bekommt die Stadtspitze um OB Helma Orosz kalte Füße. Das Unverständnis aus allen Teilen der Welt über die Sturheit und Kompromisslosigkeit von Stadtverwaltung und Landesregierung im Welterbestreit hält an. Niemand versteht, warum Dresden gerade angesichts dramatisch sinkender Touristenzahlen bereit ist, den Welterbetitel für die Waldschlößchenbrücke aufzugeben. Zu den hochkarätigen Denkmal- und UNESCO-Tagungen in Mainz und Eisenach entsendet die Landeshauptstadt keine ernstzunehmenden Vertreter, schaltet aber eine befremdliche Anzeige, die nicht für das Dresdener Elbtal wirbt, sondern für die mit diesem im Widerspruch stehende Brücke und verbreitet dabei ungeniert Halbwahrheiten unter falschem Namen. Diese werden durch ständige Wiederholungen keinesfalls besser. Auch dürfte die Zielgruppe der potentiellen Dresdenbesucher die Rechtfertigung des Verkehrszuges Waldschlösschenbrücke eher abschrecken. Interessant sind nicht nur die verschwiegenen Fakten wie zurückgehende Verkehrszahlen, Landschaftszerstörung, die Verweigerung eines neuen Bürgerentscheides zum Tunnel und die abgelaufene Bindungsfrist des Brückenbürgerentscheides oder die Nichterwähnung, dass ohnehin schon 1,2 km Tunnel Teil des Verkehrszuges sind." Filius-Jehne weiter: „Zwar ist der Begriff der „fortbestehenden Kulturlandschaft“, nicht aber die „sich entwickelnde Kulturlandschaft“ Bestandteil des offiziellen Vokabulars der UNESCO, hebt aber ausdrücklich auf den fortgehenden Entwicklungsprozess ab, der immer auch kritisch in seiner Wirkung auf den bisherigen Entwicklungsprozess der Kulturlandschaft zu sehen ist.“ Filius-Jehne abschließend: „Im Wiener Memorandum, der ‚Erklärung zur Erhaltung historischer Stadtlandschaften“ ist klar festgeschrieben, dass die UNESCO Entwicklung als Teil lebendiger Welterbestädte ausdrücklich akzeptiert, jedoch dürfen Werte und Charakteristik, wegen derer eine Stätte in die Liste des Erbes der Welt aufgenommen wurde, nicht durch die Anpassung an gegenwärtige Nutzungsinteressen gefährdet oder gar zerstört werden. Ein Blick auf den „Tatort Baustelle“ genügt, um sich davon zu überzeugen, welche gravierenden zerstörerischen Auswirkungen die Waldschlößchenbrücke - mit ihrem Charme einer Panzersperre - auf die Kulturlandschaft Dresdner Elbtal haben wird“.
Das Dresdner Verwaltungsgericht hat Klage der Grünen Liga zurückgewiesen. Damit ist der Verlust des Weltkulturerbetitels für das Dresdner Elbtal nahezu unausweichlich
30.10.08: Das Verwaltungsgericht Dresden (VG) hat am Donnerstag die Klage der drei Naturschutzverbände GRÜNE LIGA Sachsen e. V., BUND und NABU gegen die Genehmigung des Verkehrszuges Waldschlößchenbrücke abgewiesen.
Im Jahr 2004, unmittelbar nach der Erteilung der Genehmigung, hatten unter Federführung der GRÜNEN LIGA drei Naturschutzverbände Klage erhoben und die Aufhebung der Genehmigung beantragt. Nach mehreren Eilverfahren, die den sofortigen Baustopp als Ziel verfolgten und leider nicht erfolgreich waren, hatten jetzt im Sommer 2008 die Verhandlungen im Hauptsacheverfahren stattgefunden.
"Wegen der Vielzahl unserer Argumente und nach den Erkenntnissen, die wir in der mündlichen Verhandlung vor dem VG gewinnen konnten, spricht vieles dafür, daß wir in Berufung vor das Oberverwaltungsgericht gehen. Abschließend werden wir das entscheiden, wenn uns die schriftliche Urteilsbegründung vorliegt.", sagte die Grüne Liga in einer Pressemitteilung.
Das Verwaltungsgericht schloss sich, wie befürchtet aber erwartet nun der Auffassung des Freistaates an. Die Richter verwiesen darauf, dass auf die Einwände der Kläger hin inzwischen bereits zahlreiche Naturschutzauflagen angeordnet worden seien. So sei auch das Beleuchtungskonzept der Brücke geändert worden. Zudem soll es während der Flugzeiten der Fledermaus ein Tempolimit von 30 Stundenkilometern auf der Brücke geben.
Es war das erste Verfahren in der Hauptsache. Die Klägerin Grüne Liga Sachsen erklärte nach der Entscheidung, man werde sich weiter für das Welterbe und einen Tunnel als Kompromiss einsetzen.
Jahrestagung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz in Dresden
Am kommenden Montag weilen der Vorstand und die 60 Ortskuratorien den Deutschen Stiftung Denkmalschutz anläßlich ihrer Jahrestagung in Dresden. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz ist eine der wichtigsten Denkmalschutz-Organisationen in Deutschland. Der Schirmherr ist Bundespräsident Köhler.
Bislang hat die Stiftung - trotz mehrer Anfragen - noch nicht Stellung dazu genommen, daß in Dresden ein Welterbe zerstört wird.
Aktion der BI Welterbe erhalten: Mit den Mitgliedern über das Welterbe Dresdner Elbtal ins Gespäch kommenTreff: Montag, den 27. Oktober 2008, 8.30 Uhr
Ort: Vor dem Ständehaus, Schloßplatz 1 (Nahe Brühlscher Terrasse)
Mahnwache für das Welterbe
Treff: Montag, den 27. Oktober 2008, 19.00 Uhr
Ort: Vor der Semperoper, am Reiterdenkmal
Änderungsbeschluß zum Planfeststellungsbeschlus: Landesdirektion in Abwägungsnöten?
16. Oktober 2008 - Vierter Verhandlungstag vor dem Verwaltungsgericht
Einen (!) Tag vor der mündlichen Verhandlung vor dem Verwaltungsgericht Dresden hat die Landesdirektion Dresden (LDD, Nachfolgerin des RP) einen Beschluß erlassen, mit dem sie die im Jahr 2004 erteilte Genehmigung der Brücke ändert.
Bei einem solchen "Abänderungsverfahren" müssen alle naturschutzrelevanten Probleme erfaßt und gegenüber anderen öffentlichen Interessen "abgewogen" werden. Außerdem muß geprüft werden, ob es Alternativen zum geplanten Vorhaben gäbe.
Dieser "Änderungsbeschluß" war heute Gegenstand der Verhandlung. Die GRÜNE LIGA konnte darlegen, daß längst nicht alle Beeinträchtigungen der Natur infolge der Brücke und des Verkehrs erfaßt wurden und daß der Elbtunnel eine reale Alternative zur Brücken-Variante ist.
Bis zum 27. Oktober 2008 wird die GRÜNE LIGA schriftlich erläutern, daß auch die vorgesehenen Ausgleichsmaßnahmen nicht ausreichend sind. Die Auseinandersetzung setzt sich also fort .
Orosz in Paris - Gespräche zwischen der UNESCO und der Stadt Dresden ohne Ergebnis
Oberbürgermeisterin Helma Orosz traf sich heute in Paris zu einem zweistündigen Gespräch mit dem Direktor der UNESCO, Herrn Francesco Bandarin. Begleitet wurde Sie durch den ehemaligen Bürgermeister für Stadtentwicklung und Bau, Herrn Herbert Feßenmayr. „Mir war es sehr wichtig, der UNESCO und Herrn Bandarin persönlich zu signalisieren, dass die Stadt Dresden die Gespräche nicht abreißen lassen will. Sie habe Herrn Bandarin über die Maßnahmen zum Bau der Waldschlößchenbrücke informiert und ihm auch die rechtliche Situation – nach dem Beschluss des Oberverwaltungsgericht zu einem Tunnelbegehren – dargelegt. Trotz dieser Entwicklungen gibt es in der Dresdner Bevölkerung ein breites Interesse, den Welterbetitel zu erhalten. Herr Bandarin hat Sie wiederum über die Entscheidungsprozesse innerhalb der UNESCO informiert.
Insgesamt verlief dieses Treffen ohne Ergebnis. Rund 50 Vertreter von Bürgerinitiativen haben die Wichtigkeit des Welterbetitels betont. Mit Transparenten wie „50000 Dresdner begleiten Sie nach Paris, Frau Orosz!“ verabschiedeten sie gestern die neue OB am Rathaus. Auch aus der Tourismusbranche gab es nun mal einige Wortmeldungen. „Der Welterbetitel ist für die Hotellerie wichtig“, sagte der Direktor des Steigenberger Parkhotels, Jan Burghardt. Spät kommt diese Einsicht.
"Die Entscheidung des Welterbekomitees ist völlig eindeutig: Wird die Brücke so gebaut, wird Dresden gestrichen. Ich glaube nicht, dass das Komitee seine Meinung noch einmal ändern wird."
Dresden, 24. August 2008. Dresden verspielt nach Ansicht des Präsidenten des Internationalen Denkmalrates, Michael Petzet, seinen Welterbetitel. Nur ein "echtes neues Angebot" wie beispielsweise eine Tunnelvariante könne die Sachlage ändern, sagte Petzet am Sonntag bei einem Besuch am Waldschlösschenpavillon in Dresden. Dabei warnte er die Stadt davor, nur marginale Änderungen an der Brücke vorzunehmen. Es wäre ein Witz, eine weitere kosmetische Veränderung des Brückenentwurfs von 1997 vorzustellen, wie schon mehrfach gesehen.
Er widersprach der neuen Dresdner Oberbürgermeisterin Helma Orosz, die Brücke und der Welterbetitel seien vereinbar. Sie hatte der Unesco empfohlen, die Fertigstellung der Brücke abzuwarten. Dazu sagte Petzet: "Die Entscheidung des Welterbekomitees ist völlig eindeutig: Wird die Brücke so gebaut, wird Dresden gestrichen. Ich glaube nicht, dass das Komitee seine Meinung noch einmal ändern wird." Die "Sturheit" der Sächsischen Landesregierung ist schuld an der verfahrenen Situation. "Ich weiß nicht, was wir noch unternehmen sollen. Es muss eine ernsthafte Auseinandersetzung mit der Tunnelvariante erfolgen. Dabei kommt es auf die neue Oberbürgermeisterin und den neuen Baureferenten an."
Wir sind gespannt, wie die neue OB Helma Orosz angesichts dieser Tatsachen den Welterbetitel erhalten will!
Neues vom Lingnerschloß-Fest
Ende März 2008 (Auszug aus Gespräch zwischen Herrn F. und Frau L.)
Herr F. klagte letztens beim Lingnerschloß-Fest, wie sehr das Welterbezentrum von Dezernent Feßenmayr zensiert und gemaßregelt wird. Jeder Satz, der "Blickbeziehungen im Elbtal" oder überhaupt das Wort "Waldschlößchen(blick)" enthält, wäre zu streichen, wenn es z.B. nur um ein Faltblatt geht.
Am 26.5. soll es eine Podiumsveranstaltung, organisiert vom Welterbezentrum, geben, auf der die OB-Kandidaten zum Welterbe Stellung nehmen. Alle Kandidaten außer Helma Orosz haben zugesagt; Orosz schwieg wochenlang, dann hat sie auf persönliche Anfrage von Herrn F. beim CDU-Empfang zugesagt, sie käme gern. Ihr Ministerbüro hat den Termin auch bestätigt, dann hat Herr Haßler vom CDU-Kreisverband den Termin blumenreich abgesagt, was die Organisatoren nicht recht glauben wollen, und nun versucht die CDU, über Baudezernent Feßenmayr und angebliche Paragraphen im Welterbezentrumsvertrag die gesamte Veranstaltung zu verbieten. Das wollen sich Herr F. & Co. aber nicht bieten lassen und verlangen das Verbot schriftlich von Feßenmeyer. Ob er das wohl machen wird?
OB Vogel bricht sein Versprechen und sitzt Tunnel-Entscheid aus
1. April 2008
Mit Entsetzen hat die bündnisgrüne Fraktion zur Kenntnis genommen, das die
Zulässigkeit des Tunnel-Bürgerentscheids vom amtierenden OB Dr. Vogel nicht auf die Tagesordnung der nächsten Stadtratssitzung am 10. April gesetzt wurde.
Bundeskanzlerin Merkel: Welterbeverlust beeinträchtigt das Ansehen der Bundesrepublik erheblich
26. März 2008
Bundeskanzlerin Merkel sieht im Dresdner Welterbe-Verlust eine erhebliche Beeinträchigung des Ansehens Deutschlands und des Verhältnisses Deutschland zur UNESCO. Das geht aus einem Offenen Brief der Kanzlerin an einen Dresdner Bürger hervor.
Außerdem bestätigt die Kanzlerin, daß die Welterbe-Konvention, die die Bundesrepublik 1976 ratifiziert hat, alle staatlichen Ebenen - Bund, Länder und Gemeinden - bindet. Der Bundesregierung bleibe jedoch allein die Möglichkeit, an die Verantwortlichen vor Ort zu appelieren.
Bund trägt auch Mehrkosten für einen Tunnel mit
CDU täuscht Dresdner Bevölkerung
Hier ausnahmsweise (!) eine SPD-Pressemitteilung
Als groben Unfug hat SPD-Generalsekretär Dirk Panter die Erklärung von
Dresdens CDU-Chef Lars Rohwer bezeichnet, Bundesverkehrsminister Wolfgang
Tiefensee (SPD) habe die Zusage einer Beteiligung des Bundes an Mehrkosten
für einen Tunnel zurückgezogen. "Eine Rückfrage im Ministerium hat klipp und
klar ergeben: weiterlesen...
Neue Situation: Erhalt des Welterbetitels macht Baustopp erforderlich
6. März 2008
Nachdem klar ist, dass der Welterbetitel für das Dresdner Elbtal im Fall eines Brückenbaus aberkannt wird, schlussfolgert Fraktionssprecherin Eva Jähnigen:
Das klare Votum der UNESCO für einen Tunnel verändert die Situation. Darauf muss mit einem Baustopp reagiert werden. Nur so verbleibt der nötige Spielraum, um das Welterbe noch zu retten.
Die sächsische Staatsregierung muss dafür die im Zuge der Ersatzvornahme ausgelösten Bescheide zur Bauvergabe stoppen. Und sie muss sicherstellen, dass nicht wie bisher die Stadtratsbeschlüsse zum Erhalt des Welterbetitels kassiert werden.
Brückenbefürworter bekommen kalte Füße
26. Februar 2008
Johannes Lichdi: Offensichtlich bekommen die Brückenbefürworter aus ADAC, CDU und FDP aufgrund des erfolgreichen Tunnelbürgerbegehrens kalte Füße und wollen über die Staatsregierung dessen Erfolg verhindern. Das ist ein durchsichtiges Spiel. Leider hat die CDU bisher alle Vorschläge zur höheren Wirksamkeit von Bürgerbegehren abgelehnt, so im September 2007 einen Antrag der bündnisgrünen Landtagsfraktion.
GRÜNE begrüßen Bürgerbegehren
Der Dresdner Stadtverband von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN begrüßt das Bürgerbegehren "Welterbe erhalten durch Elbtunnel am Waldschlößchen". Einen entsprechenden Beschluss fasste die Mitgliederversammlung am 15. Januar. Die Entscheidung fiel bei einigen Gegenstimmen. In der Debatte wurde kritisiert, dass auch der vorgeschlagene Tunnel am Waldschlößchen mit den verkehrspolitischen Grundsätzen des Stadtverbandes nicht vereinbar sei. Die Auffassung, dass der Bürgerentscheid von 2005 die verkehrspolitische Debatte entschieden habe, und der Wunsch, sich einem welterbeerhaltenden Kompromiss nicht zu verweigern, wurden dieser Position entgegengehalten. Einige Mitglieder betonten, dass sie dem unten wiedergegebenen Beschluss nur "mit Bauchschmerzen" zustimmen können.
Der Beschluss im Wortlaut
Milbradts Kandidatin redet Unsinn
PM 10/2008
Waldschlößchenbrücke ist kein Beitrag zum Umweltschutz
Orosz sollte Planfeststellungsbeschluß genauer lesen
Zur heutigen Stellungnahme der CDU-OB-Kandidatin Orosz, mit der sie wiederholt versucht, die Baumaßnahme Waldschlößchenbrücke mit ihren negativen Folgen für die Stadt durch ihre angebliche umweltentlastende Wirkung schönzureden, erklärt die umweltpolitische Sprecherin der grünen Stadtratsfraktion Elke Zimmermann.
15. Januar 2008
Unbegreiflich:
Realisierbarer Vorschlag zum Erhalt der Buche ignoriert
Heute Nacht wurde noch vor der angekündigten Demonstration die Buche geräumt und noch im Dunklen mit der Fällung begonnen. Parallel wurden etwa 20 Kastanien an der Bautzner Straße sowie die letzte Eiche an der Waldschlößchenstraße gefällt. Ingesamt sollen der Waldschlößenbrücke über 300 Bäume zum Opfer fallen.
Fraktionssprecherin Eva Jähnigen bedauert diese Ereignisse:
"Es ist unbegreiflich, dass sich die Rathausspitze nicht einmal zu einer punktuellen Veränderung der Zufahrtsspuren vor der Buche bereit gefunden hat. Ein realisierbarer Vorschlag lag auf dem Tisch der Bürgermeister, ist von diesen aber nicht aufgegriffen worden. Ich kann nur bedauern, dass sich diese Bürgermeisterriege im vorauseilenden Gehorsam allein der Sturheit des Freistaates verpflichtet fühlt und nicht den Forderungen aus der Mitte der Stadt selbst."
Viele Demonstranten und Zuschauer hatten beim Anblick der Fällarbeiten Tränen in den Augen.Jähnigen abschließend: „Die schlimmen Bilder von Fällungen wertvoller Bäume
schaden dem Ansehen der Stadt ebenso wie der drohende Verlust des Welterbetitels. Schöne Worte über Kompromissbereitschaft genügen nicht. Die Bereitschaft zu einer echten Umplanung fehlt in der Landesregierung offensichtlich immer noch.“
10. Januar 2008
PM 4/08
Buche soll in Nacht- und Nebelaktion gefällt werden
Angebliche Kompromissbemühungen der Staatsregierung weiterhin ohne Beleg
Nachdem die heutige Fällung der Buche Angelikastraße vorerst ausgesetzt ist, bleibt unklar, wann der nächste Termin dafür anberaumt wird.
Fraktionssprecherin Eva Jähnigen erklärt dazu:
„Dass die Fällung heute nicht erfolgte, war dem Widerstand der Dresdner Bevölkerung und den Baumbesetzern von Robin Wood zu danken.
19. Dezember 2007 - Gemeinsame Presseerklärung
Presseerklärung
Im Namen der unten aufgeführten vier Stadtratsfraktionen protestiere ich entschieden gegen die soeben, am 19.12.2007 10 Uhr, begonnene Polizeiaktion an der 280jährigen Buche an der Bautzner Str. / Ecke Angelikastraße.
Vier Fraktionen des Stadtrates haben die Stadt gebeten, durch geringfügige Planveränderung die 280jährige Buche zu erhalten. Die Stadt hat signalisiert, dass sie dazu die fachlichen Untersuchungen und die notwendigen Abstimmungen mit dem Regierungspräsidium durchführt. Die heutige Polizeiaktion können wir nur als Affront gegen diese Untersuchungen verstehen, da selbstverständlich eine Umplanung das unmittelbare Umfeld der Buche betreffen muss.
Die Polizeiaktion wurde nach uns vorliegenden Informationen ohne Wissen der Stadt durch das Regierungspräsidium ausgelöst. Wir protestieren gegen diese Entmündigung der Stadt. Wir protestieren gegen diesen unsensiblen Umgang mit den Bürgermeinungen und mit unserem Antrag zum Planungseingriff zur Erhaltung dieses Altbaumes.
Dieser Baum ist ein Restbestand einer frühen englischen Parkanlage, die auf Camillo Graf Marcolini zurückgeht und zählt zu unserem wertvollen Natur- und Kulturdenkmälern des alten Dresden.
Wir fordern das Regierungspräsidium auf, derartige symbolisch provokative Aktionen einzustellen und das Klima in dieser Stadt nicht weiterhin zu vergiften.
Dresden, den 19.12.2007
Dr. Rainer Kempe für
Linksfraktion.PDS
Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen
SPD-Fraktion
Fraktion Die Linke / Dresden
3. Dezember 2007 Baumfällungen an der Waldschlößchenstraße
Baumfällungen für die Waldschlößchenbrücke gehen unverändert weiter
- Grüne Fraktion fordert Baustop und Kompromisssuche
Obwohl der Bundesregierung nun ein Rechtsgutachten vorliegt, nach dem auch
Sachsen an die Welterbekonvention gebunden ist und alles tun muß, um den
Welterbetitel zu erhalten, sind nach den umfangreichen Baumfällungen an der
Fischhausstraße am heutigen Montag die ersten alten Kastanien der Allee auf
der Bautzner Straße gefällt worden. Auch die letzten Eichen der
Waldschlößchenstraße sollen bis Ende der Woche fallen.
Fraktionssprecherin Eva Jähnigen zeigt sich schockiert über das Vorgehen an
der Baustelle des Verkehrszuges Waldschlößchenbrücke:
Es ist nicht zu fassen, dass die sächsische Regierung keine konkreten
Bemühungen zum Erhalt des Welterbetitels zeigt. Zwar wird von Umplanungen
geredet, die weiteren, umfangreichen Baumfällungen aber sprechen eine
deutliche Sprache. Offensichtlich sollen die Bauvorbereitungen für die
Brücke so schnell wie nur möglich vorangetrieben und unumkehrbar gemacht
werden.
BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN weisen darauf hin, dass die Bundesrepublik die
Förderung des Bauprojektes davon abhängig machen kann, dass die Planungen welterbekompatibel werden. Jähnigen schlußfolgert aus der Situation:
Ein Stopp dieser Bauarbeiten bleibt die erste Voraussetzung für einen
Kompromiss!
Mit dem rücksichtslosen Vorgehen derzeit wird das politische und
finanzielle Risiko dieses Projektes noch größer. Im übrigen ist jeder alte,
gut erhaltene Baum in Zeiten des Klimawandels ein Verlust.
Die Fraktion BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN im Stadtrat erwarten morgen (Dienstag,
den 4. 12. 07) Antwort auf eine umfangreiche Anfrage von Frau Jähnigen nach
der Situation jetzt und den etwaigen Umplanungsbemühungen, über die der
Stadtrat bislang nicht in Kenntnis gesetzt wurde. Die Anfrage liegt im
Anhang bei. Wir haben den amtierenden Oberbürgermeister auch aufgefordert,
zur Stadtratssitzung am 6. 12. 07 über die Situation zu berichten.
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Die Anfrage:
Abt. Stadtrat
GBO
Herr Dr. Vogel
19.11.07
A n f r a g e
Veränderungen an der Planung Waldschlößchenbrücke
Sehr geehrter Herr amt. Oberbürgermeister,
in einer Pressemitteilung der Landeshauptstadt Dresden heißt es:
„Unabhängig vom Beginn der Arbeiten gehen die Gespräche mit dem Freistaat weiter, wie und in welchem Umfang Veränderungen an der Brücke vorgenommen werden können, um eine Aberkennung des Welterbe-Titels zu vermeiden.“
Ich bitte in diesem Zusammenhang um Antwort auf folgende Fragen:
1. Wie und in welchem Umfang werden derzeit konkret Veränderungen an der Brücke vorgenommen oder sind avisiert, um eine Aberkennung des Welterbe-Titels zu vermeiden (Ich bitte um konkrete Angaben zu Planungsabschnitten, Gewerken, Planungsphasen, Zeitangaben und Kosten)?
2. Wer konkret ist mit den Umplanungen betraut und wer koordiniert sie? Gibt es eine Arbeitsgruppe dazu?
3. In der Presse wurde ebenfalls berichtet, daß eine Expertengruppe um Eberhard Burger in die Planungsänderungen involviert ist. Wer genau gehört zu dieser „Expertengruppe“? Welche Ergebnisse wurden dazu bisher vorgestellt bzw. welche Ergebnisse sind wann zu erwarten?
4. Inwieweit und durch welche Behörden ist der Freistaat an diesen Umplanungen beteiligt? Werden Umplanungen auf Weisung oder in Kenntnis des Freistaates vorgenommen?
5. Gibt es Vorabsprachen mit der Planfeststellungsbehörde? Falls nein: sind diese noch beabsichtigt?
6. Auf welche Höhe beläuft sich derzeit die Bausumme?
7. Wie wird sichergestellt, daß der Kontakt der Landeshauptstadt Dresden zur UNESCO engmaschig gepflegt wird?
8. Welche Anstrengungen unternehmen dazu der amt. Oberbürgermeister oder die Beigeordneten der Landeshauptstadt Dresden? Wie wird der Stadtrat einbezogen?
Mit freundlichen Grüßen
Eva Jähnigen
Stadträtin
Die Waldschlößchenbrücke
(Die Angaben sind zum Großteil den sehr informativen Seiten von www.elbwiesen-erhalten.de entnommen)
Der vierspurige "Verkehrszug Waldschlößchenbrücke" würde Teil einer autobahn- ähnlichen Trasse, die von der Autobahn A 4 im Norden der Stadt durch das Elbtal bis zur A 17 im Süden geführt werden soll.
Die geplante Brücke greift in ein Landschaftsschutzgebiet, in ein Flora-Fauna-Habitat mit europäischen Schutzstatus und in einen sehr sensiblen Landschaftsraum (UNESCO-Welterbe) ein. Diese Beeinträchtigungen für Natur, Tourismus und Naherholung sind nicht ausgleichbar. Der Brückenstandort bedeutet eine unwiederbringliche Zerstörung der Dresdner Kulturlandschaft.
Zusätzlicher Verkehr. Infolge des Brückenbaus wird zusätzlicher Verkehr in die Stadt geführt, weitere Wohngebiete werden mit Verkehr belastet und in ihrer Wohnqualität erheblich beeinträchtigt. Unmittelbar betroffen sind nicht nur das Waldschlößchen- Areal und das Preußische Viertel, sondern auch Blasewitz, Johannstadt, Striesen und Gruna.
Keine Entlastung der Innenstadt. Im Gegenteil: Der Verkehr auf der St.-Petersburger-Straße wird sogar noch zunehmen!
Lärmpegel und Abgaswerte übersteigen die zulässigen Grenzwerte. Auch am Herzzentrum Dresden und am Seniorenheim Fetscherstraße werden die Werte "ganz offizell" überschritten. In diesem Abschnitt der Fetscherstraße wird der Verkehr von heute ca. 8.000 Kfz/ Tag auf 27.500 Kfz/ Tag zunehmen.
Immer wieder wird von den Befürwortern der Waldschlößchenbrücke behauptet, die Entscheidung für die Brücke sei demokratisch zustande gekommen. - Dabei sei hier nur daran erinnert, dass von Beginn an der Freistaat Sachsen, vertreten durch den früheren Wirtschaftsminister Kajo Schommer, ultimativ gefordert hat, daß die neue Brücke am Waldschlößchen, und an keiner anderen Stelle in Dresden, gebaut wird. Immer wieder tritt dabei das demokratisch nicht im mindesten legitimierte Regierungspräsidium Dresden also verlängertes Sprachrohr der Sächsischen Staatsregierung hervor, zuletzt in seiner Anrufung des OVG in Bautzen, da die Mediation gescheitert sei...
Die verkehrliche Notwendigkeit für die Waldschlößchenbrücke ist entfallen
Verkehrsrückgang und -verlagerung sind heute bereits größer als die durch die Errichtung der Waldschlößchenbrücke bezweckte Entlastung. Würde auf den Bau der Waldschlößchenbrücke verzichtet, träten daher keinerlei nennenswerte verkehrliche oder wirtschaftliche Nachteile für Dresden ein. Auch die regelmäßigen Hochwasserereignisse in Dresden taugen nicht als Begründung zum Bau der Waldschlößchenbrücke.
1. Der Dresdner Verkehrsablauf ist gut organisiert
2. Die Innenstadtbrücken sind bereits heute um mehr Fahrzeuge entlastet, als für den Bau der Waldschlößchenquerung prognostiziert wurde.
3. Die Ursachen des vergleichsweise flüssigen Verkehr in Dresden liegen im Vorhandensein einer angemessenen Verkehrsinfrastruktur
Weitere Details zur Brücke und zum Verkehr HIER
Für das seit Monaten laufende "einstweilige Verfahren" (Dresden ./. Freistaat Sachsen) liegt jetzt der Beschluß des Sächsischen Oberverwaltungsgerichts (OVG) vor. Dieser wurde heute den Stadtratsfraktionen ausgereicht.
Das OVG trifft in seinem Beschluß vom 9. März 2007 keine Entscheidung in der Frage, was höher zu werten sei, Bürgerentscheid oder Völkerrechtsverpflichtungen! Es stuft die Erfolgsaussichten der Stadt Dresden im "echten" Klageverfahren, in dem das dann entschieden werden soll, als offen ein (s. Seite 23).
Im jetzt entschiedenen "einstweiligen Verfahren" wird in der Abwägung durch OVG das momentane öffentliche Interesse am Vollzug des Bürgerentscheides höher bewertet als das Interesse der Stadt Dresden, wegen des Titel-Verlustes die Brücke vorerst nicht zu bauen (s. Seite 23/ 24). ----
Aus Sicht von Bundestagsvizepräsident Thierse (SPD) schadet das Urteil des OVG Deutschland als Kulturland: „Es beschädigt nachhaltig den Ruf der Stadt Dresden und wird dazu führen, daß weitere Anträge auf Erteilung des Weltkulturerbestatus nicht nur in Sachsen, sondern in ganz Deutschland abgelehnt werden“, sagte Thierse. „Es ist ein schlimmer Tag für den Kulturstaat Deutschland.“ ---
Noch sind nicht alle rechtlichen Mittel ausgeschöpft: Im Herbst 2006 hat der Stadtrat beschlossen, alle rechtlichen Wege, auch vor die Verfassungsgerichte, zu beschreiten. Die Bemerkung im Beschluß des OVG "Dieser Beschluß ist unanfechtbar" (Seite 25) bezieht sich auf den - jetzt abgeschlossenen - Rechtszug, nicht auf ein "echtes Klageverfahren" und nicht auf Verfassungsbeschwerden. Diese Schritte sind weiterhin möglich. - Verfassungsbeschwerden können in unserem Fall mit einem "Antrag auf Baustop" verbunden werden.
Was bleibt?
Eva Jähnigen: "...diese Debatte in den letzten Jahren hat Dresden bereits verändert. Noch nie in all den Jahren nach der Wende (und vorher natürlich auch nicht) habe ich eine dermaßen hohe Sensibilität für Klimaschutz- und verkehrspolitische Fragen erlebt. Hier ist noch viel zu tun, aber auch einiges möglich."
25.06.2009 Rede der Oberbürgermeisterin vor dem Welterbekomitee
(Deutsche Übersetzung)
Sehr geehrte Vorsitzende,
sehr geehrte Mitglieder des Komitees,
Sehr geehrte Damen und Herren,
Ich vertrete als Oberbürgermeisterin eine Stadt von kultureller und historischer Bedeutung, die sich im Bewusstsein ihrer Verantwortung für die Bewahrung ihrer Kulturgüter weiterentwickelt. Dazu bitte ich Sie heute um Ihre Unterstützung. Ich bitte Sie, der Stadt Dresden den Welterbetitel zu erhalten.
Die Waldschlößchenbrücke ist Teil einer sich entwickelnden Kulturlandschaft und wird einen unvergleichlichen Blick auf diese ermöglichen. Und die Waldschlößchenbrücke verbindet zwei lebendige Stadtteile miteinander.
Die Dresdner Bürger haben sich in einem Bürgerentscheid für den Bau dieser Brücke entschieden, der vom höchsten Gericht Deutschlands bestätigt wurde.
Ein neues Urteil des Verwaltungsgerichtes Dresden führt zu einer bedeutenden Veränderung der Sachlage: das Gericht stellt fest, dass ein Tunnel keine Alternative ist. Nach Anhörung von Experten hat das Gericht festgestellt, dass ein Tunnel mehr als die Brücke in den geschützten Flusslauf der Elbe eingreife und schwerwiegendere Folgen für die Tier- und Pflanzenwelt verursache. Die Kläger haben gegen das Urteil Beschwerde eingelegt. Wir hoffe, dass die Entscheidung im kommenden Jahr gefällt wird.
Der Beschluss des Komitees in Quebec, den Bau zu stoppen und alternativ einen Tunnel zu planen, ist somit aus rechtlichen Gründen nicht möglich.
Damit stehen wir in Dresden vor einer schwierigen Situation: Wir wollen den Welterbetitel erhalten. Aber wir können dafür kein Recht brechen.
Das Dresdner Welterbe ist eine Kulturlandschaft, die auf 32 Quadratkilometern eine unvergleichliche Altstadt und eine Harmonie zwischen Baukunst und Natur präsentiert. Eine Kulturlandschaft, die sich in 800 Jahren entwickelt hat und von den Dresdnerinnen und Dresdnern so gestaltet wurde, dass sie von Ihnen als welterbewürdig bewertet wurde.
Eine Brücke ist mehr als ein technisches Bauwerk. Und das Welterbegebiet in Dresden ist mehr als die Baustelle einer Brücke.
Das Welterbegebiet ist Ausdruck der Liebe der Dresdner Bürger für ihre Stadt.
Daher bitte ich Sie im Namen aller Dresdnerinnen und Dresdner: Betrachten Sie das Welterbegebiet in Dresden als Ganzes.
Lassen Sie die neue Rechtslage in Ihre Entscheidung einfließen. Geben Sie uns Zeit und helfen Sie uns gemeinsam einen Konsens herbeizuführen. Dresden ist in der Lage und bereit beides miteinander zu vereinbaren.
Statement von Oberbürgermeisterin Helma Orosz, 33. Sitzung des UNESCO Welterbe-Komitees in Sevilla, Spanien
"Das Engagement der SPD auf Landesebene gegen den Bau der Waldschlösschenbrücke war - gelinde gesagt - ein Witz" A. Wessjohann
„Bürokratie steht sich oft selbst im Wege“
Interview: vom 11.03.2009 mit Steffen Witzmann: In der Bundesliga gehört es schon fast zum Alltag, dass Stadien ihre Namensrechte verkaufen. Ein weiterer Baustein der Vermarktung kann für Städte und Gemeinden die Weiterverwertung von Namens- und Werberechten für städtische und öffentliche Bauten sein. Beispiel: Warum kann die Waldschlösschen Brücke Dresden in Zukunft nicht E.on Waldschlösschenbrücke heißen?
Quelle: http://www.stadionwelt.de
Verkehrsbelegungsprognose 2015
1. mit WSB 2.ohne WSB 3. Differenz
deutlich ersichtlich ist in der 3. Karte, dass die Verkehrsbelegung im westlichen Bereich der Stauffenbergallee wesentlich geringer prognostiziert wurde, als im bereits 4-spurig ausgebauten östlichen Teil.
Monatsecho zur Waldschlösschenbrücke 04/2006
Fackeln für die Elbe - Lichter für das Dresdner Elbtal
Am 29.11.2008 kamen unter diesem Motto ca. 450 Menschen in Dresden an der Elbe zusammen. Naturschutzverbände und regionale Bündnisse riefen zu der bundesweiten Aktion auf: An vielen anderen Orten entlang der Elbe von Bad Schandau bis Cuxhaven setzten Bürger ein Zeichen für einen schonenden und nachhaltigen Umgang mit dem Natur- und Lebensraum Elbe. Wir unterstützten diese Aktion
Eine lesenswerte Broschüre zur Flusslandschaft der Elbe als PDF gibt es hier.
Bilder mit freundlicher Genehmigung von Burkhard Schade
Auswahl von Bildern und Infos
Offener Brief an MP Georg Milbradt
von Eva Jähnigen, Fraktionssprecherin von BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN im Dresdner Stadtrat
Straßenbau-Lobby in Sachsen?
Ein Artikel der VCD-Zeitschrift „Neue Wege“ (Ausgabe 3/ 2007) berichtet über Aktivitäten der GSV in Sachsen, nennt auch Namen und Funktionen.




































