Verkehr
Haltepunkt und Umbau Bischofsplatz erst 2014?
Nach einem Bericht der Sächsischen Zeitung vom 14.07.2009 betreffend Bauarbeiten bei der Deutschen Bahn ist erst ab dem Jahr 2014 mit der Eröffnung einer S-Bahn-Station am Bischofsplatz zu rechnen. In diesem Bericht heisst es: "Laut DB-Projektleiter Klaus Riedel soll zudem der Haltepunkt am Bischofsplatz ab 2014 nutzbar sein. " Das wäre aber zwei Jahre später als noch im April 2008 angekündigt.
Aus dem Stadtplanungsamt hiess es bisher - ausdrücklich unverbindlich -, dass im Jahr 2012 mit einem Umbau des Bischofsplatzes gerechnet werden könne.
Unabhängig von der Planung eines S-Bahnhofes am Bischofsplatz ist eine verkehrstechnische Verbesserung des Bischofsplatzes erforderlich - vor allem bei der Sicherheit der Strassenbahn-Haltestelle und der Querung von Fritz-Reuter-Strasse Bischofsweg in diesem Bereich, aber auch zur Vermeidung der Unfallgefahr bei der Einmündung der Conradstrasse rückseitig der Strassenbahnhaltestelle.
Es stellt sich die Frage, ob die Stadtverwaltung mit dem Umbau des Bischofsplatzes abwarten will, bis die Deutsche Bahn einen S-Bahnhof an diesem Standort fertiggestellt hat, oder ob schon vorher die neue Platzgestaltung durchgeführt wird.
Wir bleiben dran und werden seitens der grünen Stadtratsfraktion nachfragen. Bereits vor einem halben Jahr hatte Stefan Kühn (B90/ Die Grünen) zum Thema eine Anfrage an die Landeshauptstadt Dresden gestellt.
Artikel der SZ hier
Machtwort ohne Macht
19.1.08 Ohne nachtreten zu wollen, stellen wir fest: Das Machtwort von Thomas Jurk (SPD) ist nichts wert.
Peter Lames (ebenfalls SPD) hatte vor wenigen Tagen versprochen: „Gestern hat mir der Minister persönlich mitgeteilt, dass er die Festlegung getroffen hat, das Vorhaben so zu fördern, wie die Stadt Dresden es will. Es soll nicht in die Planungen der Stadt hineinregiert werden. "
Jörn Marx, CDU-Baubürgermeister von Dresden bereitet nach den Worten der Tagespresse von heute eine Umplanung der Königsbrücker Straße vor.
Schön, dass sich die SPD jetzt auch unseren Forderungen nach Umsetzung des bisherigen, mühsam erstrittenen Kompromisses anschließt.
Jörn Marx` Verhalten deutet auf ein "Veto" aus der Landes-CDU hin. Auf der einen wie auf der anderen Seite stimmt es merkwürdig, wenn in die komunale Selbstverwaltung durch Landespolitiker derart eingegriffen wird. Ähnliche Beispiele wo durch die Fördermittelpolitik des Landes in die Pläne der Stadt hineinregiert wird, finden sich zur Genüge... (WSB, Leipziger Straße...) mehr
Unser verkehrspolitischer Sprecher Stephan Kühn: „Bürgermeister Marx (CDU) entwickelt sich zunehmend zum Bremsklotz von wichtigen Verkehrsbaumaßnahmen in Dresden. Die mühevolle Kompromissfindung bei der Königsbrücker Straße hat vor zwei Jahren zu einem einstimmigen Beschluss im Rat geführt. Bürgermeister Marx ist verpflichtet, diesen Stadtratsbeschluss umzusetzen!“ zur kompletten PM
Ergänzung vom 13.2.09: In einem DNN Artikel heißt es unter der Überschrift:
„Königsbrücker“ hat neue Planung
"Der Umbau der Königsbrücker Straße ist erneut umgeplant worden. Das sei nötig gewesen, weil die bislang beschlossene Variante nicht förderfähig gewesen sei, sagte gestern Baubürgermeister Jörn Marx (CDU) auf Grünen-Anfrage. Die Stadt habe in aller Eile eine förderfähige vierspurige Variante erarbeitet – ohne Abstriche beim Rad- und Fußwegenetz. Der Bürgermeister widersprach Aussagen von SPD und Grünen, Sachsens Wirtschaftsminister Thomas Jurk (SPD) habe die Förderung der ursprünglichen Kompromiss-Lösung genehmigt. Ein Machtwort habe es nicht gegeben"
+hier eine eCard an den Baubürgermeister der Stadt Dresden schreiben +
Stauffenbergallee: FDP will über 2 Mio. Euro Steuergelder verschwenden GRÜNE: Vierspurigkeit als ideologische Glaubensformel
PM 024/2009 6.3.2009
Ortsbeirat Neustadt lehnt durchgängigen vierspurigen Ausbau der Stauffenbergallee zwischen Königsbrücker Str. und Radeburger Straße ab
Der Ortsbeirat Neustadt hat in seiner Sitzung am 5. März den Antrag der FDP auf einen durchgängig vierspurigen Ausbau der Stauffenbergallee im Abschnitt Königsbrücker Straße bis Radeburger Straße mit großer Mehrheit gegen die Stimmen von CDU und FDP abgelehnt.
Begründet wurde der Antrag mit der zu erwartenden Mehrbelastung der Stauffenbergallee durch den Bau der Waldschlößchenbrücke. Hierzu nahm Stadtrat Stephan Kühn im Ortsbeirat Stellung: „Heute fahren nach aktueller Verkkehrszählung 14.100 Fahrzeuge auf der Stauffenbergallee. Nach Fertigstellung der Waldschlößchenbrücke werden es nach der Prognose zwischen 19.000 und 21.800 sein. Erst ab mehr als 25.000 Fahrzeugen ist ein vierspuriger Ausbau gerechtfertigt. Die FDP hat aus der Vergangenheit nichts gelernt und will weiter überdimensionierte Verkehrswege bauen.“ Kühn verwies darauf, dass der vierspurige Ausbau gegenüber der geplanten zweispurigen Variante Mehrkosten von 2,3 Mio. Euro bedeuteten: „Das wäre eiine Steigerung um über 50 Prozent. Es ist gut, dass der Ortsbeirat einer solchen Verschwendung von Steuergeldern nicht zugestimmt hat.“
Ortsbeirat Achim Wesjohann zeigte sich erstaunt über die vorliegenden Stellungnahme des Baudezernenten Jörn Marx zum Antrag. „Es ist höchst widersprüchlicch,“ so Wesjohann, „wenn die Verwaltung einerseits feeststellt, dass der vierstreifige Ausbau weder durch Richtlinien noch Fördervoraussetzungen zu begründen ist, andererseits die Annahme des Antrages empfiehlt.“
„CDU und FDP müsssen sich fragen lassen, wie sie ohne schlüssige Notwendigkeit die Fällung von über 40 Bäumen und den Wegfall von 180 Stellplätzen für den ruhenden Verkehr rechtfertigen wollen. Vierspurigkeit ist für CDU und FDP offenbar ein ideologischer Glaubensformel“, merkt der bündnisgrüne Ortsbeirat auch mit Blick auf ähnliche Diskussionen zur Königsbrücker und Bautzner Straße an.
Der Ortsbeirat Neustadt forderte auf Antrag seiner Mitglieder Dr. Christoph Meyer (SPD), Andreas Querfurth und Achim Wesjohann (beide BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN), die Stadtverwaltung auf, einen Zwischenbericht zum aktuellen Planungsstand der künftigen Trasse vorzulegen.
Zum Thema Ausbau Stauffenbergallee - zweispurig oder Autobahn?
Der politische Arm des ADAC hat die Feiertage genutzt, und wiedermal vor dem totalen Verkehrskollaps in Dresden gewarnt. Anlass sind die Pläne zum Ausbau der Stauffenbergallee zwischen Königsbrücker Straße und Radeburger Straße. Holger Zastrow (FDP) sagte der Morgenpost, dass "ein zweispuriger Ausbau der Stauffenbergallee... vollig falsch" sei und nur Staufallen und Verkehrsbremsen produziere. weiterlesen...
Veranstaltungsbericht "Preußisches Viertel - Wohnoase oder Verkehrsinsel?"
Die Veranstaltung mit Ortsbeirat Torsten Schulze und Stadträtin Eva Jähnigen zeigte, dass die EinwohnerInnen des Preußischen Viertels den Verkehrslärm als größtes Ärgernis ansehen. In einer lebhaften Diskussion wurden von Teilnehmern die Sperrung des Viertels für LKWs und sogar die Einrichtung von Tempo-15-Zonen gefordert.
Die erhebliche Lärmbelastung war aber nicht das einzige Defizit, auf das Eva Jähnigen und Torsten Schulze in ihrer Präsentation aufmerksam gemacht hatten: Sie verwiesen auf den oft schlechten Zustand der Gehwege, fehlende Einkaufsmöglichkeiten und das Fehlen von Kitas.
Als Stärke des Stadtteils kennzeichnete Torsten Schulze das Bürgerengagement bei der Wiederbepflanzung der Louis-Braille- und der Arndtstraße. Er schlug vor, der Waldschlößchenstraße künftig eine Zentrumsfunktion für den Stadtteil zukommen zu lassen. Der Ausbau der Bautzner Straße müsse auf städtebaulich verträgliche Weise erfolgen.
Widersprüchen gegen die Forderung nach einem Spielplatz im Preußischen Viertel begegneten Jähnigen und Schulze mit dem Verweis auf dessen soziale Funktion.
Zwar sind die Möglichkeiten der Kommunalpolitik bei der Bereitstellung von Einkaufsmöglichkeiten sehr begrenzt, aber Eva Jähnigen regte an, die Versorgungssituation beim Verkauf von Flächen zu berücksichtigen und darauf zu achten, dass zumindest kleine Verkaufseinrichtungen in Zukunft möglich sind.
Verkehrssituation in der Neustadt
Wie sieht es heute aus?
Die Äußere Neustadt ist ein lebendiger Stadtteil, in dem alle Bereiche des täglichen Lebens eng beieinander liegen. Die Verkehrssituation ist vor allem eines: chaotisch. Die Auswirkungen spüren insbesondere die Anwohner und die schwächsten Verkehrsteilnehmer (Kinder & ältere Menschen, Radfahrer & Fußgänger).
Zugeparkte Gehwege an den Kreuzungen gefährden die Sicherheit der Fußgänger, z. B. an den Kreuzungen Kamenzer Straße/Louisenstraße, Rothenburger Straße/Böhmische Straße. Die teilweise sehr schmalen Gehwege wie in der Lutherstraße (nördlicher Teil) oder der Böhmischen Straße (mit Spielplatz!) sind ebenfalls sehr bedenklich. Der Lutherplatz wird wegen der fußgängerunfreundlichen Gestaltung nicht so angenommen wie es seiner Lage und Umgebung angemessen ist.
Die Bedingungen für Fahrradfahrer Händler und Gewerbetreibenden sind nicht viel besser.
Das Thema Verkehr in der Äußeren Neustadt wurde sowohl vom Ortsbeirat Neustadt als auch vom Stadtrat wiederholt aufgegriffen. Der Grundsatz einer Verkehrsberuhigung wird von allen geteilt.
Im Rahmen der Bürgerwerkstatt zum Sanierungsgebiet Äußere Neustadt gehörten Verkehrsthemen zu den wichtigsten Punkten. Wesentliche Forderungen waren z. B. Parkmöglichkeiten für Touristen an der Peripherie, Schaffung bzw. Erhaltung von Freiflächen als Ruhezonen und Kommunikationspunkte, Herstellung von Fahrradwegen. Wie kann die Situation verbessert werden? Weiterlesen
Das vorliegende Konzept von Bündnis 90/ Die Grünen nimmt diese Anregungen auf. Die vorgeschlagenen Ziele und Maßnahmen orientieren sich an den Gegebenheiten in der Äußere Neustadt, um eine urbane Lebensqualität in diesem Stadtteil zu ermöglichen. Weitere Infos können auf der Website von Stephan Kühn als PDF heruntergeladen werden.
Auch Ortsbeirat Neustadt stimmt verkehrsberuhigter Augustusbrücke zu
Nach dem Ortsbeirat Altstadt hat auch der Ortsbeirat Neustadt dem GRÜNEN Antrag "Verkehrsberuhigung Augustusbrücke" mit großer Mehrheit zugestimmt. Allerdings hat der Ortsbeirat ergänzend weitergehende Maßnahmen vorgeschlagen:
So solle die Sperrung nicht auf 3 Monate beschränkt werden, sondern ganzjährlich erfolgen [damit wird auch den noch ungeklärten rechtlichen Bedenken begegnet, dass eine zeitlich begrenzte, aber nicht anlassbezogene Sperrung unzulässig sei]. Außerdem sei die Schaffung der zweiten ebenerdigen Querungsstelle am Neustädter Markt allein nicht ausreichend. Es müsse die Verschmälerung der Großen Meißner Straße an dieser Stelle geprüft werden. Diese sei denkbar, weil mit der Sperrung der Augustusbrücke die Notwendigkeit einer Zufahrt zur Brücke entfalle.
Die Zustimmung zum Antrag der GRÜNEN Stadtratsfraktion wurde mit diesen Ergänzungen beschlossen (10 Ja, 4 Nein, keine Enth.).
Kommentar
Nachdem die Stadtverwaltung Dresden zur Installation der provisorischen Fußgängerampel an der Kreuzung Königsbrücker/Tannenstrasse bereit war, drängt sich um so mehr die Forderung auf, eine provisorische Fussgängerampel auch am Bischofsplatz im Bereich der Strassenbahnhaltestelle einzurichten. Im Tagesverlauf ist das Überqueren der Strasse durch Fußgänger hier zahlenmässig noch intensiver als an der Kreuzung Königsbrücker/Tannenstrasse.
Da ungewiss ist, wann es zum endgültigen Umbau des Bischofsplatzes in Abhängigkeit vom Bau des S-Bahnhofes durch die Deutsche Bahn kommt, ist die weitere Hinnahme der gegenwärtigen unsicheren Verkehrssituation an den Strassenbahnhaltestellen am Bischofsplatz nicht weiter hinnehmbar.
Auch hier ist die Schulweg-Relevanz gegeben:
a) für Schüler der 30. Grundschule in der Hechtstrasse, die Fritz-Reuter-Strasse und Bischofsweg queren müssen,
b) für Schüler anderer Schulen(insbes. Grundschule Görlitzer, Dreikönigs-Gymnasium, Pestalozzi-Gymnasium), die die Haltestelle nutzen wollen.
Die Unfallgefahr ist gerade für Kinder und ältere Menschen offensichtlich.
Hier sollte m. E. von der Stadtverwaltung *Eilbedarf* gesehen werden und von der grünen Stadtratsfraktion schnelles Handeln eingefordert werden.
Michael Ton
Neustadt:
Verkehrs- und Freiflächenkonzept für die Äussere Neustadt
Verkehrs- und Freiraumkonzept für die Äußere Neustadt
Die Äußere Neustadt ist ein lebendiger Stadtteil, in dem alle
Bereiche des täglichen Lebens eng beieinander liegen. Die
Gestaltung und Nutzung des öffentlichen Raumes, auch der
Straßen, hat daher eine besondere Bedeutung. Gegenwärtig
wird das Erneuerungskonzept, das einen verkehrlichen Rahmenplan
enthält, fortgeschrieben.













