gruene-wurzeln
Umwelt- und Ökologiebewegung in Dresden gestern und heute
"grüne wurzeln in dresden" Veranstaltungsreihe zu 20 Jahren friedliche Revolution
Umwelt- und Ökologiebewegung in Dresden gestern und heute
Termin: Montag 24. August 2009 20:00 Uhr
Ort: Bienerts Laden in Dresden-Plauen, Altplauen 21, Dresden-Plauen
Im Podium:
Jörg Naumann, Umweltaktivist und Gründer GREENPEACE Berlin, Projektleiter am Dresdner Hygiene-Museum
Dr. Hannelore Franck, Umweltreferentin ÖIZ, ökologischer Arbeitskreis Gruppe „Umweltbildung“
Andrea Schubert, Diplom Geographin, selbständige Umweltberaterin, Mitglied verschiedener Bürgerinitiativen gegen die Hochwasserschutzmauern in Pieschen und Laubegast sowie gegen das Kieswerk in Dresden Söbrigen
Moderation:
Klaus Gaber, Dipl.-Physiker, Mitbegründer des ökologischen Arbeitskreis, Umweltbürgermeister a.D. in Dresden
Seit den achtziger Jahren waren in Dresden Umweltprobleme immer wieder Kristallisationspunkte bürgerschaftlichen Engagements und politischer Auseinandersetzungen. Vom Ökologischen Arbeitskreis der Dresdner Kirchenbezirke in den achtziger Jahren, den Protesten in Rossendorf gegen Kernforschung und der erfolgreichen Verhinderung des Reinstsiliziumwerks Gittersee 1989 lässt sich ein Bogen ziehen zu Umweltbildung und Engagement gegen Eingriffe Biotope in der Gegenwart.
Die Veranstaltung beleuchtet in der Diskussion mit grünen Umweltaktivisten der vergangenen 30 Jahre Ziele, Programme, Handlungsspielräume, Aktionen, Erfolge und Misserfolge von umweltpolitischem Engagement von der späten DDR bis zur Gegenwart.
Ökologisches Engagement war in der DDR zugleich immer auch Engagement für grundlegende Bürgerrechte. Der Einsatz für die Umwelt kollidierte nicht nur mit den erstarrten industriepolitischen Dogmen der Diktatur, sondern – etwa beim Kampf um Informationen über die konkrete Umweltbelastung – auch mit ihrem Herrschaftsanspruch über die Bürger. Welche Ziele stellten sich Umweltaktivisten unter diesen Bedingungen? Welche Konflikte entstanden in dem Spannungsfeld von Umweltbewegung/Kirchen und Staatsmacht? Wie erfolgte unter diesen Verhältnissen „Umweltpolitik“? Welche Resonanz fanden die Aktionen bei breiteren Bevölkerungskreisen?
In den Jahren nach 1989 sank die Umweltbelastung drastisch, vor allem durch die Stilllegung großer Teile der veralteten Industrien in den neuen Bundesländern. Ökonomische Wachstumsideologien drängten ökologische Probleme bald an den Rand. Wurden die alten umweltpolitischen Ziele den veränderten gesellschaftlichen Bedingungen angepasst oder ließen diese umgekehrt neue ökologische Positionen entstehen? Die Rückschau kann sich hier aber nicht auf die Erfolge grüner Umweltpolitik beschränken, sondern wird auch nach den verpassten Chancen und Gelegenheiten fragen. Bot grüne Programmatik der Wende- und Nachwendezeit nicht auch die Möglichkeit einer ökologischen Modernisierung bei der Etablierung von Strukturen und Institutionen in den neuen Ländern? Nicht zuletzt wird der Frage nachzugehen sein, welche Relevanz umweltpolitische Programme aus den Jahren bis 1990 in der Gegenwart besitzen. Veranstaltungsberichte älterer Termine
"grüne wurzeln in dresden" Veranstaltungsreihe zu 20 Jahren friedliche Revolution
Liebe Freunde, Im Rahmen der Veranstaltungsreihe "grüne wurzeln in dresden" findet am kommenden Montag der letzte von 4 Themenabenden statt. Zum gemeinsamen Gespräch lade ich alle Interessierten herzlich ein. Gerne könnt ihr diese Einladung an Freunde und Bekannte weitergeben. Ich freue mich auf einen spannenden und interessanten Abend. Herzliche Grüße Torsten Schulze "grüne wurzeln in dresden" Veranstaltungsreihe zu 20 Jahren friedliche Revolution Umwelt- und Ökologiebewegung in Dresden gestern und heute Termin: Montag 24. August 2009 20:00 Uhr
Ort: Bienerts Laden in Dresden-Plauen, Altplauen 21, Dresden-Plauen
Im Podium:
Jörg Naumann, Umweltaktivist und Gründer GREENPEACE Berlin, Projektleiter am Dresdner Hygiene-Museum
Dr. Hannelore Franck, Umweltreferentin ÖIZ, ökologischer Arbeitskreis Gruppe „Umweltbildung“
Andrea Schubert, Diplom Geographin, selbständige Umweltberaterin, Mitglied verschiedener Bürgerinitiativen gegen die Hochwasserschutzmauern in Pieschen und Laubegast sowie gegen das Kieswerk in Dresden Söbrigen
Moderation:
Klaus Gaber, Dipl.-Physiker, Mitbegründer des ökologischen Arbeitskreis, Umweltbürgermeister a.D. in Dresden
Seit den achtziger Jahren waren in Dresden Umweltprobleme immer wieder Kristallisationspunkte bürgerschaftlichen Engagements und politischer Auseinandersetzungen. Vom Ökologischen Arbeitskreis der Dresdner Kirchenbezirke in den achtziger Jahren, den Protesten in Rossendorf gegen Kernforschung und der erfolgreichen Verhinderung des Reinstsiliziumwerks Gittersee 1989 lässt sich ein Bogen ziehen zu Umweltbildung und Engagement gegen Eingriffe Biotope in der Gegenwart.
Die Veranstaltung beleuchtet in der Diskussion mit grünen Umweltaktivisten der vergangenen 30 Jahre Ziele, Programme, Handlungsspielräume, Aktionen, Erfolge und Misserfolge von umweltpolitischem Engagement von der späten DDR bis zur Gegenwart.
Ökologisches Engagement war in der DDR zugleich immer auch Engagement für grundlegende Bürgerrechte. Der Einsatz für die Umwelt kollidierte nicht nur mit den erstarrten industriepolitischen Dogmen der Diktatur, sondern – etwa beim Kampf um Informationen über die konkrete Umweltbelastung – auch mit ihrem Herrschaftsanspruch über die Bürger. Welche Ziele stellten sich Umweltaktivisten unter diesen Bedingungen? Welche Konflikte entstanden in dem Spannungsfeld von Umweltbewegung/Kirchen und Staatsmacht? Wie erfolgte unter diesen Verhältnissen „Umweltpolitik“? Welche Resonanz fanden die Aktionen bei breiteren Bevölkerungskreisen?
In den Jahren nach 1989 sank die Umweltbelastung drastisch, vor allem durch die Stilllegung großer Teile der veralteten Industrien in den neuen Bundesländern. Ökonomische Wachstumsideologien drängten ökologische Probleme bald an den Rand. Wurden die alten umweltpolitischen Ziele den veränderten gesellschaftlichen Bedingungen angepasst oder ließen diese umgekehrt neue ökologische Positionen entstehen? Die Rückschau kann sich hier aber nicht auf die Erfolge grüner Umweltpolitik beschränken, sondern wird auch nach den verpassten Chancen und Gelegenheiten fragen. Bot grüne Programmatik der Wende- und Nachwendezeit nicht auch die Möglichkeit einer ökologischen Modernisierung bei der Etablierung von Strukturen und Institutionen in den neuen Ländern? Nicht zuletzt wird der Frage nachzugehen sein, welche Relevanz umweltpolitische Programme aus den Jahren bis 1990 in der Gegenwart besitzen.
