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Samstag, 22 Januar 2011 10:59

B90/Grüne im Ortsbeirat Dresden Neustadt PM: Grüne Ortsbeiräte fordern alternativen Schulstandort und kritisieren intransparentes Schulverwaltungsamt!

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Angedachter Umzug des Berufsschulzentrums  zur Lösung des Grundschulmangels in der Neustadt  auf dem Rücken der Berufsschüler ist problematisch

Zu einem möglichem Umzug des Berufsschulzentrums Melanchtonstraße  nach Gorbitz, wie er, uns vorliegenden Aussagen zufolge, offensichtlich ernsthaft geplant wird, erklärt Valentin Lippmann, Sprecher der Grünen im Ortsbeirat Neustadt: „Es ist nicht hinnehmbar, dass die Verwaltung das Grundschulproblem nun auf dem Rücken der Berufsschüler lösen möchte. Wann erkennt die Stadt endlich an, dass wir in der Neustadt einen zusätzlichen Schulstandort brauchen!“

Es ist erschreckend wie intransparent die Stadtverwaltung beim Neustädter Grundschulproblem agiert. Noch vor  wenigen Wochen wurde der Umzug der Mittelschule an den Unteren Kreuzweg dem Ortsbeirat als alternativlos dargestellt.

Dann wurde auf eine Anfrage der Grünen Stadträtin Gerit Thomas geantwortet, dass im Schuljahr 2011/12 für die 442 schulpflichtigen Kinder im Ortsamtsbereich Neustadt ca. 410 Schulplätze bereit stehen.  Aber im Schuljahr  2015/16  sollen für die dann 642 schulpflichtige Neustädter Kinder auch nur 413 Plätze nötig sein.  Das Schulverwaltungsamt hofft der Antwort zufolge auf den Wegzug jedes dritten schulpflichtigen Kindes.

Jetzt plant das Schulverwaltungsamt erneut eine Lösung die zu Lasten von Eltern, Schülern und Stadtteil geht. Das Versagen der Stadtverwaltung bei der Schulplatzplanung in der Neustadt ist offensichtlich! Es braucht endlich ein tragfähiges langfristiges Konzept.

Dazu erklärt Valentin Lippmann, Sprecher der Grünen im Ortsbeirat Neustadt:  „Die neustadtgrünen Ortsbeiräte bekräftigen deshalb ihre Forderung nach einem Schulneubau in der Neustadt, oder hinreichenden Kapazitätserweiterungen an einem alternativem Standort ohne einzelne Bildungseinrichtungen gegen einander auszuspielen.“

 

Hintergrund:  Das Schulverwaltungsamt hat dem Ortsbeirat Neustadt  noch im November 2010 versichert, dass es nur für das Schuljahr 2011/12 Kapazitätsprobleme gebe.  Diese würden durch den Umzug der 30.Mittelschule gelöst. Auf eine Anfrage der Grünen Stadträtin Gerit Thomas wurde hingegen geantwortet,  dass  im Schuljahr 2011/12 für die 442 schulpflichtigen Kinder im Ortsamtsbereich Neustadt ca.  410 Schulplätze bereit stehen.  Aber im Schuljahr  2015/16  sollen für 642 schulpflichtige Neustädter Kinder auch nur 413 Plätze nötig sein. Das Schulverwaltungsamt hofft  demnach auf den Wegzug jedes dritten schulpflichtigen Kindes. So heißt es in der Antwort der Stadtverwaltung:  „Die Zahl der tatsächlichen Aufnahmen von Grundschülern an kommunalen Grundschulen wird davon [= von der Zahl der derzeit im Ortsamt lebenden Schulpflichtigen Kinder eines zukünftigen Jahrgangs] abweichen. Von besonderer Bedeutung sind die Wanderungsbewegungen/Umzüge in andere Kommunen bzw. andere Stadtteile.“

Nach Berechnungen einer schulübergreifenden Elterninitiative gibt es bei den derzeitigen Kapazitäten bereits im nächsten Schuljahr nicht ausreichend Schulplätze für alle Schulanfänger im Ortsamtsbereich.  Das Schulverwaltungsamt glaubt  aber alle Schüler irgendwie unterbringen zu können.  Entlastung sollte der für 2012/13 geplante Umzug der 30. Mittelschule an den Unteren Kreuzweg bringen. Bauverzögerungen bei der Sanierung der Mittelschule Weixdorf  machen diese Pläne aber offensichtlich unhaltbar.    Kinder und Lehrer müssen bereits jetzt  an den Grundschulen der Neustadt mit schlechten Lernbedingungen aufgrund räumlicher Enge  und schlechter Schulinfrastruktur, winzigen Essenräumen und sanierungsbedürftigen Sanitäranlagen zurechtkommen.  Der Brandschutz ist nicht in allen Gebäuden in ausreichendem Maße gewährleistet. Die  Haushaltspläne der Stadt Dresden für die kommenden zwei Jahre wurden im Dezember verabschiedet. Hinreichende Mittel für eine rasche wirkliche Verbesserung der Lage,  insbesondere im Grundschulbereich in der Neustadt  wurden auch mit dem auf der letzten Stadtratssitzung beschlossenen Nachschlag  für die Schulsanierungen in Dresden  nicht  eingestellt. Der Schulnotstand in der Neustadt ist  damit vorprogrammiert.

Gelesen 1956 mal Letzte Änderung am Samstag, 22 Januar 2011 20:21

1 Kommentar

  • Kommentar-Link Laurence Christinsen Dienstag, 14 Juni 2011 10:42 gepostet von Laurence Christinsen

    Ich denke, dass die Regierung mehr Geld für Schulen bezahlen müsste. Der Staat kümmert sich andauernd nur um andere Sachen. Dabei ist die Bildung doch sehr wichtig. Die baufälligen Schulgebäude müssten modernisiert werden und man müsste neue Schulgebäude bauen, damit nicht 35-40 Schulkinder zusammen in einem Klassenraum lernen müssen. Zusätzlich sollte man das Geld nicht nur in die Schulgebäude hineinstecken, jedoch müsste man auch die Eltern mit Geld unterstützen. Ich selbst bin Vater von vier Kindern und es ist wirklich schwer mit meinem Gehalt auszukommen. Das Schulmaterial ist sehr teuer und das erforderliche Geld für eine gute Nachhilfe in Deutsch habe ich auch nicht.

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unsere Meinung

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