Nein es geht hier nicht um Neustädter Befindlichkeiten. Aber aus Neustädter Sicht ist Dresden - Prohlis auf der anderen Seite der Erdhalbkugel. 2 Stunden täglicher Weg sind das äußerste Minimum, um dort hinzukommen. Elternunfreundlich, kinderunfreundlich. umweltunfreundlich, arbeitszeitenunfreundlich, geldbörsenunfreundlich. Nicht machbar.
Wer als verantwortungsbewusster Vater sofort nach Zeugung des Kindes im vorgeburtlichen familiären Eifer beim Kitaamt Bedarf anmeldet, darf mehrere Wunschkitas angegeben. Logisch, dass der Neustädter Bewohner hier in der Regel nicht die Kitas am anderen Ende der Stadt wählt. Bei den betroffenen Vätern, mir eingeschlossen, waren alle Einrichtungen im Ortsamtsbereich, angemeldet jeweils mehr als 2 Jahre vorher. Umso erstaunlicher, dass alle Wunschkitas ohne Berücksichtigung geblieben sind. Nach fast zwei Jahren Anmeldezeit. Dass dies mehr als 30% aller Eltern so geht, erfahren die Väter beim Amt. Aus Neustädter Sicht sei die Frage erlaubt: Wozu braucht es die Angabe der Wunschkita, wozu braucht es verschieden Konzeptionen, die sinnreich in einer Broschüre verglichen werden, wozu braucht es eine langwierige Auseinandersetzung mit der Frage nach der richtigen Kita? In der richtigen Kita ist für viele Neustädter Sprösslinge kein Platz. Die richtige Kita läge in der überwiegenden Anzahl der Fälle wohnortnah, heisst irgendwo im unserem Ortsamtsbereich. Ausnahmen bestätigen die Regel. Die Begründung mit dem Geburtenboom kann ich nicht mehr hören. Die Probleme zu lösen, dies ist Stadtverwaltung und Kitaeigenbetrieb´s Aufgabe.
Aber hier in der Neustadt werden Kitas aus begründeten aber nicht mehr nachvollziehbaren Gründen geschlossen, wie z.B. die Kita Dreikönigskinder in nicht allzuferner Zukunft.
Als Vater frage ich den Kitaeigenbetrieb, wann solcher „Schwachsinn“ aufhört?
Als stellvertretender Ortsbeirat frage ich: Wie richtig ist die Bedarfsprognose im Kitafachplan, wenn solche Umlenkungen kein Einzelfall sind. Hier wird offensichtlich der Bedarf durch gezielte Umlenkungsversuche klein gehalten, hier werden Eltern in ihrer Lebensplanung verunsichert, und das Vertrauen in den Rechtsanspruch auf einen geeigneten (!) Kitaplatz mit Füßen getreten. Wie das alles 2013 noch funktionieren soll, wenn auch der Krippenplatz einklagbare Rechtslage ist, bleibt mir schleierhaft.
Als interessierter Neustädter frage ich meine Mitbewohner des Stadtteils, wer hat ebensolche Geschichten zu erzählen, von der Suche nach dem Kitaplatz. Die Geschichten sendet bitte per Email an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! . wir veröffentlichen diese gern.

